Teils oberflächlich, aber ein guter Sommerread
3,5 / 5 Sternen ⭐️
Dem Meer Entgegen von Lidija Hilje hat mich sehr mitgerissen, sodass ich das Buch, nachdem ich an einem Samstagmorgen unglücklicherweise um 7 Uhr hellwach war, zu Ende gelesen habe.
Über 400 Seiten habe ich Ivona begleitet, wie sie zwischen Vergangenheit und Neuanfang, zwischen Vlaho, ihrem Ex-Mann, und Asier, einer neuen Begegnung, zwischen dem Olivenhain ihrer Kindheit und dem Verkauf des Familiengrundstücks schwankt.
Das Buch bündelt recht viele Themen und Handlungsstränge, was es, vor allem zum Ende hin, sehr rasant macht. Dadurch sind mir allerdings die zwischenmenschlichen Beziehungen, um die sich eigentlich die ganze Zeit alles dreht, teils zu oberflächlich geblieben. Man erfährt, wie schwierig Ivonas Beziehung zu ihrer Mutter war und dass Vlaho ihre große Liebe ist, eher dadurch, dass es erzählt als das es gezeigt wird. Deswegen habe ich das Besondere an Ivonas und Vlahos Beziehung auch nicht ganz gecheckt, außer, dass er sie eben versteht wie kein anderer ;)
Trotzdem hab ich mich Ivona selbst recht verbunden gefühlt, weil wenig in ihrem Leben so verläuft, wie sie es plant. Geschichten, dessen Protagonistinnen mit über 30 immer noch lost sind, gibt es eher wenige oder ich hab sie noch nicht gelesen. Von ihrer Lebenslage zu lesen hat mich zu einem passenden Zeitpunkt erwischt und mir ein bisschen Trost gespendet.
Auch wenn das ganze Drama unterhaltsam war, war vieles davon einfach das Resultat misslungener Kommunikation. Alles, was um Vlahos Ehe herauskommt, wurde mir auch zu sehr stehengelassen und nicht diskutiert, weil ich fand es recht shocking?
Das Ende hat mich sehr zufrieden gemacht, weil es nicht das war, was ich erwartet habe. Und es hat mich dann meine Denkmuster bzw. grundsätzlich hinterfragen lassen, wie stark klassische Romance-Narrative die Erwartungen, die wir an den Verlauf einer Geschichte stellen, beeinflussen.
Im Großen und Ganzen ist es schon ein guter Sommerread, vielleicht hätte es mir auch noch besser gefallen, wenn ich es am Strand und nicht im Bett beim Sommergewitter gelesen hätte.
Dem Meer Entgegen von Lidija Hilje hat mich sehr mitgerissen, sodass ich das Buch, nachdem ich an einem Samstagmorgen unglücklicherweise um 7 Uhr hellwach war, zu Ende gelesen habe.
Über 400 Seiten habe ich Ivona begleitet, wie sie zwischen Vergangenheit und Neuanfang, zwischen Vlaho, ihrem Ex-Mann, und Asier, einer neuen Begegnung, zwischen dem Olivenhain ihrer Kindheit und dem Verkauf des Familiengrundstücks schwankt.
Das Buch bündelt recht viele Themen und Handlungsstränge, was es, vor allem zum Ende hin, sehr rasant macht. Dadurch sind mir allerdings die zwischenmenschlichen Beziehungen, um die sich eigentlich die ganze Zeit alles dreht, teils zu oberflächlich geblieben. Man erfährt, wie schwierig Ivonas Beziehung zu ihrer Mutter war und dass Vlaho ihre große Liebe ist, eher dadurch, dass es erzählt als das es gezeigt wird. Deswegen habe ich das Besondere an Ivonas und Vlahos Beziehung auch nicht ganz gecheckt, außer, dass er sie eben versteht wie kein anderer ;)
Trotzdem hab ich mich Ivona selbst recht verbunden gefühlt, weil wenig in ihrem Leben so verläuft, wie sie es plant. Geschichten, dessen Protagonistinnen mit über 30 immer noch lost sind, gibt es eher wenige oder ich hab sie noch nicht gelesen. Von ihrer Lebenslage zu lesen hat mich zu einem passenden Zeitpunkt erwischt und mir ein bisschen Trost gespendet.
Auch wenn das ganze Drama unterhaltsam war, war vieles davon einfach das Resultat misslungener Kommunikation. Alles, was um Vlahos Ehe herauskommt, wurde mir auch zu sehr stehengelassen und nicht diskutiert, weil ich fand es recht shocking?
Das Ende hat mich sehr zufrieden gemacht, weil es nicht das war, was ich erwartet habe. Und es hat mich dann meine Denkmuster bzw. grundsätzlich hinterfragen lassen, wie stark klassische Romance-Narrative die Erwartungen, die wir an den Verlauf einer Geschichte stellen, beeinflussen.
Im Großen und Ganzen ist es schon ein guter Sommerread, vielleicht hätte es mir auch noch besser gefallen, wenn ich es am Strand und nicht im Bett beim Sommergewitter gelesen hätte.