Wenn eine Ehe endet, die Liebe aber bleibt

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hohleborn8 Avatar

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Lidija Hilje erzählt die tragische Geschichte einer großen Liebe, die an der Kinderlosigkeit der jungen Ivona zwar zerbricht, aber nicht endet.
Für Ivona und Vlaho ist es Liebe auf den ersten Blick, als sie sich während des Studiums in Zagreb kennenlernen. Als Ivona Jahre später die Diagnose ihrer Unfruchtbarkeit erhält, ist sie durch die Aussichtslosigkeit ihres Lebens bereits zermürbt. Während Vlaho nach dem Studium sofort eine Anstellung in einer Bank erhielt und sich eine Karriere aufbaute, sucht die junge Biologin auch Jahre nach dem Studium noch immer nach einer, ihrer Ausbildung entsprechenden Anstellung.
Das Buch liest sich wie ein Tagebuch dieser tragischen Liebe. Die Autorin zeichnet nicht nur ein detailliertes Bild der Hauptfigur Ivona, ihrer äußeren und inneren Kämpfe um ihre Liebe und ihre Selbstachtung, sondern wirft auch einen kritischen Blick auf das junge Kroatien nach dem Zerfall des alten Jugoslawien und dem Ende des Jugoslawienkrieges, in dem Vetternwirtschaft und eine hohe Bürokratie die Menschen verzweifeln lässt.
Der Roman wird als Sommerroman des Jahres 2026 gepriesen. So empfinde ich diese bittere Novelle nicht. Ein Sommerroman steht für etwas Helles, Leichtes, Sommerliches. Ich habe Ivonas Schicksal für einige Jahre geteilt. Am Schicksal einer unfruchtbaren Frau ist nichts sommerlich leicht. Darüber kann auch die traumhafte Kulisse des wunderschönen Dalmatiens nicht hinweg täuschen.