Wenn man zu viel fühlt / Sei dir selbst treu
Ivona ist unglücklich. Sie führt ein Leben, das sie nicht führen will, fühlt zu viel und wird im Moment nicht gerade vom Schicksal geliebt.
Geschieden, Ende 30, ist sie zurückgekehrt in ihr Elternhaus, um den Vater zu pflegen. Das Verhältnis zu ihm ist teilweise schwierig, teilweise erkennt sie sich in ihm auch wieder. Mit der verstorbenen Mutter ist es vor deren plötzlichen Tod nicht mehr zu der ersehnten Innigkeit gekommen.
Vor allem aber macht ihr ihre Kinderlosigkeit als gefühltes persönliches Versagen zu schaffen und ihr vermeintliches Unvermögen, einen Job in ihrem Beruf als Biologin zu finden. Zwischen dem Beginn des Studiums und dessen Ende ist in Kroatien die Marktwirtschaft eingezogen, haben sich die Verhältnisse geändert, fielen Arbeitsplätze weg, änderten sich ganze Industrien.
Nun steht ihr die Bank auf den Füßen, und sie soll versuchen, das Lebenswerk des Vaters und gleichzeitig den emotionalen und lokalen Rückzugsort ihrer Kindheit zu retten. Die Regeln sind andere, ein Verkauf scheint nicht zu umgehen zu sein.
Zwischen diesem Konflikt und ihren Lebenskrisen pflegt sie Kontakt zu ihrem ehemaligen Partner, Vlaho, der ausgerechnet mit ihrer Freundin eine Familie gegründet hat, und wird fast zerrissen zwischen allem. Wie schmerzhaft muss das sein?
Doch allmählich kommt Bewegung in die Dinge, manches klärt sich, neue Konflikte entstehen, Entscheidungen müssen getroffen und Konsequenzen getragen werden.
Es hat mir sehr gefallen, sowohl die Krisen als auch die Entwicklung Ivonas zu verfolgen, den Start in eine neue Lebendig- und Sinnhaftigkeit, und ebenso ihre Biografie zu betrachten. Sie stammt aus einem Land, das es nicht mehr gibt, hat den Jugoslawienkrieg erlebt - das macht etwas mit einem Menschen.
Gerne würde ich Ivonas Lebensweg weiter verfolgen.
Geschieden, Ende 30, ist sie zurückgekehrt in ihr Elternhaus, um den Vater zu pflegen. Das Verhältnis zu ihm ist teilweise schwierig, teilweise erkennt sie sich in ihm auch wieder. Mit der verstorbenen Mutter ist es vor deren plötzlichen Tod nicht mehr zu der ersehnten Innigkeit gekommen.
Vor allem aber macht ihr ihre Kinderlosigkeit als gefühltes persönliches Versagen zu schaffen und ihr vermeintliches Unvermögen, einen Job in ihrem Beruf als Biologin zu finden. Zwischen dem Beginn des Studiums und dessen Ende ist in Kroatien die Marktwirtschaft eingezogen, haben sich die Verhältnisse geändert, fielen Arbeitsplätze weg, änderten sich ganze Industrien.
Nun steht ihr die Bank auf den Füßen, und sie soll versuchen, das Lebenswerk des Vaters und gleichzeitig den emotionalen und lokalen Rückzugsort ihrer Kindheit zu retten. Die Regeln sind andere, ein Verkauf scheint nicht zu umgehen zu sein.
Zwischen diesem Konflikt und ihren Lebenskrisen pflegt sie Kontakt zu ihrem ehemaligen Partner, Vlaho, der ausgerechnet mit ihrer Freundin eine Familie gegründet hat, und wird fast zerrissen zwischen allem. Wie schmerzhaft muss das sein?
Doch allmählich kommt Bewegung in die Dinge, manches klärt sich, neue Konflikte entstehen, Entscheidungen müssen getroffen und Konsequenzen getragen werden.
Es hat mir sehr gefallen, sowohl die Krisen als auch die Entwicklung Ivonas zu verfolgen, den Start in eine neue Lebendig- und Sinnhaftigkeit, und ebenso ihre Biografie zu betrachten. Sie stammt aus einem Land, das es nicht mehr gibt, hat den Jugoslawienkrieg erlebt - das macht etwas mit einem Menschen.
Gerne würde ich Ivonas Lebensweg weiter verfolgen.