Eine geheimnisvolle Geschichte über Liebe, Vergangenheit und Neuanfang

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blubb2303 Avatar

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„Der Abend der Seelen“ von Maria Laura Berlinguer führt nach Sardinien, wo Iride Dessì nach dem Tod ihres Vaters in ihren Heimatort Padria zurückkehrt. Eigentlich möchte sie nach ihrer Scheidung ihr eigenes Leben neu ordnen – doch in der alten Villa ihrer Familie stößt sie auf die Geschichte ihrer Ururgroßmutter Mimì. Tata Manuella erzählt ihr von Mimìs unglücklicher Ehe, einer besonderen Frauenfreundschaft und ihrer großen Liebe zu dem berüchtigten Banditen Emanuele Manca. Dann verschwindet Mimì plötzlich spurlos.

Gemeinsam mit ihrem Jugendfreund Piero beginnt Iride, die Vergangenheit ihrer Familie zu erforschen. Dabei vermischen sich alte Geheimnisse, eine tragische Liebesgeschichte und sardische Traditionen immer stärker mit Irides eigener Lebensgeschichte. Besonders schön fand ich, dass die Suche nach Mimì gleichzeitig zu einer Suche nach sich selbst wird.

Für mich war es eine atmosphärische und gefühlvolle Geschichte über Liebe, Verlust und die Frage, wie sehr die Vergangenheit unser eigenes Leben beeinflusst. Die raue Landschaft Sardiniens und die geheimnisvolle Stimmung rund um den „Abend der Seelen“ geben dem Buch dabei etwas ganz Besonderes.