Eine tolle Familiengeschichte!
Fazit: Ein sehr einfühlsamer und tiefer Roman, der auf Sardinien in zwei Zeitebenen spielt. Iride kehrt zu dem Begräbnis ihres Vaters auf die Insel zurück, wo nur noch ihre Tante lebt, die alle Geheimnisse der Familie hütet. Iride wird auf ihre Urururgroßmutter Mimi aufmerksam und lässt sich in die Geschichte einer unglücklichen Ehe ziehen. Die Handlung ist von der ersten Seite an mit Spannung geladen und der Leser möchte dauerhaft wissen, wie es mit Mimi weitergeht. Ich empfinde die Vergangenheit als sehr viel stärker gestaltet, als die Gegenwart und doch mochte ich gerade zum Ende den lernenden Aspekt, dass Seelen niemals verschwinden. Der Grundgedanke regt zum Nachdenken an und wird den Leser lange begleiten, wenn er sich diesem Gedanken voll und ganz hingibt. Die Geschichte war für mich nicht immer flüssig zu lesen, dies ist aber dem geschuldet, dass der Leser nicht nur mit der deutschen Sprachen konfrontiert wird und auch die Namen allesamt nicht die einfachsten sind. Für mich war dies ein wenig störend und doch gab es zeitgleich den besonderen Flair. Ich kann das Buch gut empfehlen für Personen, die sich in eine Familiengeschichten fallen lassen wollen und gerne Geheimnisse aufdecken. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, wenngleich es auch nicht das Perfekteste auf dieser Ebene für mich war.