Eine wunderbare Verknüpfung von Vergangenheit und Jetzt

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leseratte70 Avatar

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Wow, was für eine Buch! Gleich vorweg: es hat mich von Anfang an in seinen bann gezogen und nicht mehr losgelassen. das Cover passt sehr gut zum Thema, da kommt man aber erst im Laufe der Handlung dahinter. Es ist ein gedeckter Tisch für Allerheiligen, ein Abendmahl für die Verstorbenen der Familie, für den Abend der Seelen. Zu Beginn treffen wir Iride am Tag der Beerdigung ihres Vaters, erleben die Messe und dann das anschließende Heimkommen in das für die nun sehr leere Haus. allerdings wird sie hier noch von ihrer "Ziehmutter" umsorgt. In den nächsten Tagen erfährt sie nach und nach Geschichten über ihre Familie, die ihr bis dahin verborgen waren und mit ihrer Ururgroßmutter Mimi zusammenhängen. Und da springt die Erzählung nun immer wieder in das Leben der Sarden am Ende des 19. Jahrhunderts. zeichnet das Bild der damaligen Gesellschaft, der einzelnen Schichten, Bräuche und alte Traditionen wie die Verbindungen zu den Seelen der Verstorbenen. Die Personen werden wunderbar charakterisiert und die Verbindungen zur Gegenwart blitzen immer wieder durch. Besonders gefallen hat mir die sich verändernde Rolle der Frauen! Ein Buch, das zum Schwelgen und auch Nachdenken einlädt.