Erinnerungen

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Ein Buch voller Mystik, alten Geheimnissen und dunkler Vergangenheit. Iride kommt zur Beerdigung ihres Vaters in ihre Heimat Padria in Sardinien zurück. Ihr Mann hat sich von ihr getrennt, nun will sie in aller Ruhe den Nachlass ihres Vaters ordnen und selbst zur Ruhe kommen. In der alten Villa lebt nur noch Tata, die sie nach dem Tod von Irides Mutter großgezogen hat. Die Bewohner Padrias kommen Iride ihr gegenüber sehr verhalten vor, lediglich ihr Jugendfreund Piero begrüßt sie freudig. In den Unterlagen ihres Vaters findet sie alte Aufzeichnungen und mit Hilfe von Tata und Piero kann sie die Vergangenheit erfahren und aufarbeiten. Ihre Ururgroßmutter Mimi war mit einem lieblosen Adeligen verheiratet, die Ehe wurde arrangiert. Erst durch den Besuch einer Forscherin aus England findet sie den Mut, etwas selbständiger zu werden. Dann verlieb sich Mimi in einen Banditen, was ihr Mann erfährt und Mimi verschwindet plötzlich. Niemand weiß genaueres darüber. Das Buch spielt in zwei Zeitzonen: Einmal 1899 und dann 2022. Hier wird alles sehr spannend erzählt und es wird auf alte Riten Bezug genommen. In der Nacht vor Allerheiligen wird der Tisch für die verstorbenen Seelen mit allerlei Köstlichkeiten gedeckt. Kräuter und Tinkturen sollen für Krankheiten körperlicher und seelischer Art helfen. Es wird die raue und herbe Landschaft Sardiniens sehr eindrucksvoll beschrieben, die Zeit vor Allerheiligen mit den irrenden Seelen. Die Autorin hat hier gekonnt ihre eigenen Vorfahren mit dem fiktiven Stoff dieses Buches verarbeitet. Es liest sich spannender als jeder Krimi, Gänsehautfeeling ist hier vorprogrammiert. Wir erfahren hier sehr viel aus dem Leben um 1899, über die Rechte der Frauen, den Aberglauben und alles ist gewürzt mit einer heimlichen Liebesgeschichte. Ein Buch, das gerade in die Zeit kurz vor Halloween paßt. Das Cover zeigt einen gedeckten Tisch, der für die Verstorbenen vorbereitet wurde.