Familie und Vergangenheit
Hier greifen zwei Liebesgeschichten innerhalb einer Familie ineinander, und immer spielen Kultgegenstände aus der Nuraghenkultur eine große Rolle, Zeremonien, Riten, Geheimnisse, alles in der Zeit um Allerheiligen. Dann nämlich sollen die Seelen der Vorfahren eine Tür zu den Lebenden öffnen, ihnen raten und womöglich helfend zur Seite stehen.
Beim Lesen der ersten Seiten betritt man zwar mit dem Jahr 2022 die Gegenwart, befindet sich aber schon mitten in der Vergangenheit, in einer fremden, archaischen Welt. Der Leser befindet sich auf einer Mittelmeerinsel, die sich noch kaum dem breiten Tourismus erschlossen hat und auf der sich die Uhrzeiger langsamer drehen als zum Beispiel einige Kilometer weiter auf Capri. Einerseits spürt man die träge Hitze auf dem Land, andrerseits überkommt einem ein Frösteln, denn sogleich führt der Erzählstrom zu den Toten und zum Aberglauben.
Zwei Zeitebenen: Oktober 2022 und Oktober 1899, jeweils in Padria. Hier geht es sowohl um die Geschichte einer Familie als auch um historische, teils streng gehütete Forschungsergebnisse und Geheimnisse, um plötzlich verschwundene Frauen und unerfüllte Liebe. Intrigen werden geschmiedet, listige Beseitigungen sind geplant.
Die Autorin schildert die Umwelt sehr stimmungsvoll, vom Haus und seinen Räumen erzählt sie mit besonderer Spannung, die eben das erwähnte Frösteln hervorruft. Die Personen sind teils mit weichem Stift, teils mit strengen Linien gezeichnet. Anfangs gewinnt Iride die Sympathien, später immer mehr auch andere Protagonisten, sogar ein gefürchteter Banditenanführer.
Ich habe allerdings ein Vokabularium vermisst, denn es scheinen viele sardische Ausdrücke und historische Bezeichnungen auf, die nie erklärt werden, aber häufig vorkommen und wohl für die meisten Leser unverständlich bleiben. Grad als ob den Lesern ein Teil der Kenntnisse vorenthalten bleiben sollte, was durchaus zur geheimnisumwitterten Handlung passen würde. Ich empfehle den Roman vor allem solchen Lesern, die sich für alte Kulturen und die Insel Sardinien interessieren.
Beim Lesen der ersten Seiten betritt man zwar mit dem Jahr 2022 die Gegenwart, befindet sich aber schon mitten in der Vergangenheit, in einer fremden, archaischen Welt. Der Leser befindet sich auf einer Mittelmeerinsel, die sich noch kaum dem breiten Tourismus erschlossen hat und auf der sich die Uhrzeiger langsamer drehen als zum Beispiel einige Kilometer weiter auf Capri. Einerseits spürt man die träge Hitze auf dem Land, andrerseits überkommt einem ein Frösteln, denn sogleich führt der Erzählstrom zu den Toten und zum Aberglauben.
Zwei Zeitebenen: Oktober 2022 und Oktober 1899, jeweils in Padria. Hier geht es sowohl um die Geschichte einer Familie als auch um historische, teils streng gehütete Forschungsergebnisse und Geheimnisse, um plötzlich verschwundene Frauen und unerfüllte Liebe. Intrigen werden geschmiedet, listige Beseitigungen sind geplant.
Die Autorin schildert die Umwelt sehr stimmungsvoll, vom Haus und seinen Räumen erzählt sie mit besonderer Spannung, die eben das erwähnte Frösteln hervorruft. Die Personen sind teils mit weichem Stift, teils mit strengen Linien gezeichnet. Anfangs gewinnt Iride die Sympathien, später immer mehr auch andere Protagonisten, sogar ein gefürchteter Banditenanführer.
Ich habe allerdings ein Vokabularium vermisst, denn es scheinen viele sardische Ausdrücke und historische Bezeichnungen auf, die nie erklärt werden, aber häufig vorkommen und wohl für die meisten Leser unverständlich bleiben. Grad als ob den Lesern ein Teil der Kenntnisse vorenthalten bleiben sollte, was durchaus zur geheimnisumwitterten Handlung passen würde. Ich empfehle den Roman vor allem solchen Lesern, die sich für alte Kulturen und die Insel Sardinien interessieren.