Gänsehaut

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Die Geschichte setzt in der Gegenwart ein. Wir befinden uns auf Sizilien, und Iride Dessí kehrt kurz vor Allerheiligen in ihren Heimatort zurück, um ihren Vater zu beerdigen. Damit ist auch das letzte Mitglied ihrer Familie tot, und sie muss sich überlegen, was sie mit dem jahrhundertealten Anwesen der Familie machen soll, das nun nur noch von der Hausangestellten und Ziehmutter Tata Manuella bewohnt wird. Diese verrät ihr nach und nach ein altes Familiengeheimnis, und Iride wird langsam klar, warum ihre Familie von den Bewohnern des Dorfes gemieden wird.

Das Geheimnis liegt in der Vergangenheit und wird immer wieder über mehrere Kapitel hinweg als die Geschichte der Urgroßmutter erzählt. Viele mystische Elemente fließen dabei ein. Es geht um Riten in alten Brunnenheiligtümern der Bronzezeit, um verstoßene Banditen und natürlich um eine unmöglich erscheinende Liebe.

Sehr gut an dem Buch hat mir gefallen, wie die Autorin es schafft, eine wirklich mystische und auch etwas gruselige Atmosphäre zu erschaffen, die wunderbar in die detailgetreuen Landschaftsbeschreibungen Siziliens eingebettet ist. Die Nuraghenkultur mit ihren Brunnenheiligtümern war mir bis jetzt ebenfalls kein Begriff. Toll, dass man dank solcher Bücher immer wieder etwas Neues dazulernt.

Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die teilweise schon arg kitschigen Liebesszenen. Das hätte man meiner Meinung nach irgendwie eleganter lösen können.

Doch im Großen und Ganzen fand ich das Buch sehr kurzweilig und genau richtig für die dunkle Jahreszeit.