perfektes Buch für Allerheiligen-Allerseelen

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coffee2go Avatar

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Das Buch passt sehr gut in die Zeit Ende Oktober, Anfang November, Allerheiligen, denn auch hier gibt es eine Verbindung von lebenden Personen zu den bereits verstorbenen Vorfahren und gewisse Traditionen, die damit verknüpft sind, werden beschrieben. Gleichzeitig zur Familiengeschichte, die über mehrere Generationen reicht, gibt es Liebesgeschichten und auch historische Elemente, sodass für fast alle Leser*innen etwas dabei ist. Im aktuellen Teil steht Iride im Mittelpunkt und versucht nach dem Tod ihres Vaters ihre Familiengeschichte und Familiengeheimnisse aufzuklären. Den größeren Teil der Erzählung nimmt allerdings das Schicksal ihrer Ururgroßmutter Mimi ein, die eine sehr mutige und tiefgreifende Entscheidung aus dem Herzen getroffen hat, vor allem für die damalige Zeit. Mir hat die Geschichte von Mimi stärker angesprochen als der aktuelle Handlungsstrang. Mir hat der historische Aspekt und die damit verbundene mystische Erzählweise gut gefallen, allerdings war mir der Kult um die Schwerter und der Aberglaube etwas zu stark ausgereizt. Irides Charakter wirkt mir zu unpersönlich und blass, man erfährt relativ wenig über sie und kann sich dadurch auch nicht so gut in ihre Situation hineinversetzen. Hier hätte ich mir mehr Tiefe und ausführlichere Gedankengänge und eine Reflexion ihrerseits gewünscht. Es passiert weniger an aktiven Handlungen, aber viel mehr im sprachlichen und gedanklichen Bereich, sodass das Buch ruhig und atmosphärisch wirkt und auch die sardinischen Traditionen und Bräuche in Bezug auf Krankheiten und Tod finden Platz. Am Ende fügen sich die Geschichten für mich etwas zu schnell und nahtlos ineinander und die Aufklärung erfolgt fast schon zu gelungen und perfekt.