Ruf der Vergangenheit
"Der Abend der Seelen" von Maria Laura Berlinguer nimmt die LeserInnen mit auf die Insel Sardinien.
Auf 2 Zeitebenen wird die Geschichte der Familie Dessi erzählt.
2002 - Iride kehrt nach dem Tod ihres Vaters zurück in dessen Haus, um den Nachlass zu regeln. Gemeinsam mit Tzia Manuella, einer Vertrauten der Familie, und ihrer Jugendliebe Piero, taucht Iride ein in die Vergangenheit ihrer Familie und verfolgt die Spur eines lang bewahrten Geheimnisses.
1899 - Mimi, die fernab ihrer Träume von einem Studium und einem unabhängigen Leben auf der Insel lebt, verheiratet mit dem Grundbesitzer Don Augusto Dessi. Durch ihre Freundschaft mit der weltgewandten Elisabeth gewinnt Mimi an Selbstvertrauen und beginnt sich zu befreien von der Bevormundung ihres Mannes und ihrer Schwägerin. Als sie dem Banditen Emanuele begegnet, kommt etwas ins Rollen, dass das Leben aller verändern wird.
Während sich der 1. November, hierzulande Allerheiligen, nähert, der in der sardischen Kultur als "Der Abend der Seelen" mit bestimmten Riten begangen wird, verschwimmen die Grenzen zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten!
Während der Vorbereitungen auf diesen kulturell, aber auch für ihn persönlich wichtigen und bedeutenden Abend, reißt Mimi`s Ehemann Don Augusto alle Beteiligten in einen Strudel tragischer Ereignisse.
Die Schreibweise der Autorin überzeugt mit sehr bildhaftem und atmosphärischem Stil, der die LeserInnen in eine Welt voller Geheimnisse, Mystik und eine Liebesgeschichte führt.
Man taucht ein in die Magie und Kultur des Landes und deren tausend Jahre alter Nuraghenkultur, die Geschichte der Insel, mit ihrem Glauben, und ihren Sitten und Gebräuchen. All das ist detailliert und sehr interessant in die Handlung eingeflochten.
Die kurzen Kapitel, als auch die Wechsel der beiden Zeitebenen, tragen zu einem guten Lesefluss bei.
Der Spannungsbogen hält sich durchgängig, wobei ich von den Geschehnissen und der starken mystischen Atmosphäre 1899 gefesselter war als im Verlauf von 2002.
Mimi`s persönliche Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir gut gefallen.
Auch Maria Tanda, in ihrer Rolle als "Bruja", mit ihrem Wissen und ihren außergewöhnlichen Kräften, der tiefen Verbundenheit zur Natur und der Kunst des Sehens und Heilens hatte für mich eine starke Rolle im Handlungsverlauf.
Aufgrund der weit verzweigten Familienkonstellation hätte ich mir einen Stammbaum gewünscht. Dies hätte sicher zum besseren Verständnis der Familienhistorie beigetragen.
Das Nachwort ("Anmerkungen der Autorin") gibt Einblick in die persönliche und tatsächliche Verbindung der Autorin mit der Geschichte der Familie Dessi und Sardinien.
Das Cover mit einem Motiv von William Ireland ist absolut passend gewählt, und spiegelt Titel als auch ein wesentliches Element des Buchinhaltes "Das Seelenmahl" wieder! Es ist stimmungsvoll und wunderschön!
Ein empfehlenswertes, atmosphärisch dicht geschriebenes Buch, dass LeserInnen mit Interesse an kulturellem und geschichtlichem Hintergrund, einer intensiven mystischen Stimmung und einer Liebesgeschichte begeistern dürfte!
4 von 5 Punkten!
Auf 2 Zeitebenen wird die Geschichte der Familie Dessi erzählt.
2002 - Iride kehrt nach dem Tod ihres Vaters zurück in dessen Haus, um den Nachlass zu regeln. Gemeinsam mit Tzia Manuella, einer Vertrauten der Familie, und ihrer Jugendliebe Piero, taucht Iride ein in die Vergangenheit ihrer Familie und verfolgt die Spur eines lang bewahrten Geheimnisses.
1899 - Mimi, die fernab ihrer Träume von einem Studium und einem unabhängigen Leben auf der Insel lebt, verheiratet mit dem Grundbesitzer Don Augusto Dessi. Durch ihre Freundschaft mit der weltgewandten Elisabeth gewinnt Mimi an Selbstvertrauen und beginnt sich zu befreien von der Bevormundung ihres Mannes und ihrer Schwägerin. Als sie dem Banditen Emanuele begegnet, kommt etwas ins Rollen, dass das Leben aller verändern wird.
Während sich der 1. November, hierzulande Allerheiligen, nähert, der in der sardischen Kultur als "Der Abend der Seelen" mit bestimmten Riten begangen wird, verschwimmen die Grenzen zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten!
Während der Vorbereitungen auf diesen kulturell, aber auch für ihn persönlich wichtigen und bedeutenden Abend, reißt Mimi`s Ehemann Don Augusto alle Beteiligten in einen Strudel tragischer Ereignisse.
Die Schreibweise der Autorin überzeugt mit sehr bildhaftem und atmosphärischem Stil, der die LeserInnen in eine Welt voller Geheimnisse, Mystik und eine Liebesgeschichte führt.
Man taucht ein in die Magie und Kultur des Landes und deren tausend Jahre alter Nuraghenkultur, die Geschichte der Insel, mit ihrem Glauben, und ihren Sitten und Gebräuchen. All das ist detailliert und sehr interessant in die Handlung eingeflochten.
Die kurzen Kapitel, als auch die Wechsel der beiden Zeitebenen, tragen zu einem guten Lesefluss bei.
Der Spannungsbogen hält sich durchgängig, wobei ich von den Geschehnissen und der starken mystischen Atmosphäre 1899 gefesselter war als im Verlauf von 2002.
Mimi`s persönliche Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir gut gefallen.
Auch Maria Tanda, in ihrer Rolle als "Bruja", mit ihrem Wissen und ihren außergewöhnlichen Kräften, der tiefen Verbundenheit zur Natur und der Kunst des Sehens und Heilens hatte für mich eine starke Rolle im Handlungsverlauf.
Aufgrund der weit verzweigten Familienkonstellation hätte ich mir einen Stammbaum gewünscht. Dies hätte sicher zum besseren Verständnis der Familienhistorie beigetragen.
Das Nachwort ("Anmerkungen der Autorin") gibt Einblick in die persönliche und tatsächliche Verbindung der Autorin mit der Geschichte der Familie Dessi und Sardinien.
Das Cover mit einem Motiv von William Ireland ist absolut passend gewählt, und spiegelt Titel als auch ein wesentliches Element des Buchinhaltes "Das Seelenmahl" wieder! Es ist stimmungsvoll und wunderschön!
Ein empfehlenswertes, atmosphärisch dicht geschriebenes Buch, dass LeserInnen mit Interesse an kulturellem und geschichtlichem Hintergrund, einer intensiven mystischen Stimmung und einer Liebesgeschichte begeistern dürfte!
4 von 5 Punkten!