Sehr mitreißend

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mbiuchrsaela Avatar

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Ein Buch, das mich absolut mitgenommen und einfach nicht mehr losgelassen hat.

Iride Dessì kehrt nach dem Tod ihres Vaters nach Padria zurück, um ihr Erbe anzutreten.
Dort trifft sie auf ihren Kindheitsfreund Piero, der ebenfalls gerade zu Besuch ist.

In den Unterlagen ihres Vaters stößt Iride auf Fotos und Spuren ihrer Ururgroßmutter Mimì und bittet Tata Manuella, ihr deren Geschichte zu erzählen.
So lernen wir Mimì kennen, die in einer unglücklichen Ehe mit Augusto gefangen ist und sich in Emanuele Manca verliebt – einen sardischen Banditen.

Immer wieder wechseln wir zwischen dieser bewegenden Liebesgeschichte und der Gegenwart, in der Iride und Piero immer tiefer in Mimìs Vergangenheit eintauchen.
Und je mehr sie herausfinden, desto deutlicher wird, wie eng die Geschichte der Vergangenheit mit ihrem eigenen Schicksal verbunden ist.

Man spürt in jeder Zeile die große Liebe zu Sardinien und seinen Traditionen.
Die nuraghischen Brunnen waren mir bisher völlig unbekannt. Über diese faszinierenden Bauwerke möchte ich nun unbedingt noch einiges mehr erfahren.

Durch die Handlung rund um Allerheiligen und die sardische Tradition des Su Mortu Mortu bekommt die Geschichte zusätzlich etwas Geheimnisvolles und Mystisches. Wer mag in dieser Nacht zurückkommen?

Und dann Mimì … Ich habe mit ihr gelitten, gehofft und die ganze Zeit darauf gewartet, dass sie endlich ihr Glück findet. Und ebenso ihren Ehemann Augusto und seine Schwester verflucht.

Für mich ist „Der Abend der Seelen“ ein Werk, das es durchaus mit vielen der großen Liebesromane aufnehmen kann. Eine Geschichte über Liebe, Schicksal, Geheimnisse und Sardinien.

Und sollte dieses Buch irgendwann verfilmt werden, sitze ich definitiv im Kino – mit einer großen Packung Tempos im Gepäck.

Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!