Sehr schön

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seffe64 Avatar

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Ich muss zugeben, dass mich anfangs vor allem das wunderschöne Cover neugierig gemacht hat und der Umstand, dass ich erst kürzlich auf Sardinien war, ist auch nicht ganz unwichtig gewesen.
Maria Laura Berlinguer entführt uns auf zwei Zeitebenen nach Sardinien, und man merkt auf jeder Seite, dass die Autorin selbst von dieser Insel stammt. Die Beschreibungen der Natur und der alten Traditionen sind so bildhaft, dass man die Kräuter fast riechen kann und man sich unwillkürlich zurückversetzt fühlt nach Sardinien.
Die Geschichte springt zwischen der Gegenwart (bzw. 2002) mit Iride, die nach dem Tod ihres Vaters den Nachlass regelt, und dem Jahr 1899 hin und her, wo wir das Schicksal ihrer Ururgroßmutter Mimì verfolgen. Für mich war der historische Strang rund um Mimì, ihre unglückliche Ehe und die verbotene Liebe zu dem Banditen Emanuele ehrlich gesagt noch einen Tick packender und emotionaler als die Ereignisse im Heute.
Ein kleiner Kritikpunkt für mich waren die vielen sardischen Begriffe und die teilweise komplizierten Namen. Da hat es ein wenig geholpert beim Lesen, was aber insgesamt den guten Eindruck nicht zunichte gemacht hat.
Wer tiefgründige Familiengeschichten mit einem Hauch Melancholie, Geheimnissen und jeder Menge Lokalkolorit mag, wird dieses Buch lieben.