viel Sardinien-Flair

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annika_ Avatar

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Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen Sardiniens und die Einblicke in die Kultur. Die Landschaft, das Meer, Olivenbäume und auch die sardischen Speisen werden sehr bildhaft dargestellt und vermitteln viel Atmosphäre. Auch die mystischen Elemente und der sardische Aberglaube passen gut zur Geschichte.
Während Iride 2022 nach dem Tod ihres Vaters nach Sardinien zurückkehrt und sich dabei mit lange verdrängten Geheimnissen ihrer Familie auseinandersetzt, erzählt die zweite Handlung von ihrer Vorfahrin Mimì im Jahr 1899. Deren unglückliche Ehe und ihre Liebe zu einem Banditen bilden einen spannenden Kontrast zu Irides Geschichte.
Allerdings konnte ich zu Iride leider keine richtige Nähe aufbauen. Ihre Figur blieb mir über weite Strecken eher distanziert und ihre Nachforschungen waren mir teilweise zu stark von Zufällen abhängig. Mimìs Geschichte fand ich interessanter, stellenweise aber auch etwas zu romantisch und kitschig.
Insgesamt ein atmosphärischer Roman mit viel Sardinien-Flair, interessanten historischen Bezügen und einer Prise Mystik, der mich allerdings nicht durchgehend überzeugen konnte.