Der letzte Tommie Goerz

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Tief getroffen war ich von der Nachricht über den plötzlichen Tod Tommie Goerz‘, denn ich habe „Im Tal“ und vor allem „Im Schnee“ geliebt. Und „Der Baum“ scheint genau dort wieder anzuknüpfen. Ein atmosphärischer Roman, schleicht und vielleicht auch etwas karg in der Sprache, in der Aussage aber gewaltig, haben wir doch jeweils Protagonisten, die trotz äußerlicher Härte etwas Nahbares und Verletztliches haben. Ich bin gespannt, was uns über Michel erzählt wird, aber allein die Angst vor Gewittern lässt mich voller Empathie zurück. Damit gekoppelt ist diese Aufladung des Symbols des Gewitters. Auch die Beschreibung des Ortes scheint Goerz hier erneut sehr liebevoll zu gelingen - ich bin sofort mittendrin und nicht nur dabei. Ich bin auch gespannt auf die Rolle des Wirtshauses, dessen Name „Der Baum“ nicht nur titelgebend, sondern sicher auch metaphorisch ist. Ich bin neugierig und freue mich auf den letzten Goerz zum Mitfühlen.