Kraftvoll und dennoch leise erzählt

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regina1960 Avatar

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Vom Buchautor Tommie Goerz habe ich noch nie ein Buch gelesen. Daher war ich umso neugieriger auf diese Leseprobe zu "Der Baum". Der Klappentext klang interessant und das schöne Cover mit dem gewaltigen Baum in Feldlage, über dem sich ein drohendes Gewitter mit dunkler Wolkenwand zusammenbraut, hatten mich dann auch sofort angesprochen. Die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen, sie erzählt vom Baum, das in Wirklichkeit ein alteingesessenes Dorfgasthaus ist. Seit einem Jahrhundert ist es in Besitz von Michels Familie. Es droht ein heftiges Gewitter, und der Wirt Michel hat wahnsinnge Angst davor, bereits seit seiner Kindheit. In der Rückblende nehmen wir Teil an seinen angstbehafteten Erinnerungen, die alle mit Unglücken während eines Unwetters zu tun haben. Selbst als das Telefon mehrfach klingelt, hebt der verängstigte Mann nicht ab, denn das könnte bei Gewitter lebensgefährlich ein, hat er sich eingeprägt. In diesem Moment kommt er mir fast vor wie ein KInd. Dann schneit plötzlich Liz herein - sie ist vor vielen Jahren aus Österreich ins Dorf gezogen. Sie hat sich ihren Platz erkämpft dort und ist nicht auf den Mund gefallen. Sie weiß, dass Michel Angst vor dem Gewitter hat, lenkt ihn jedoch geschickt davon ab, indem er ihn ins Erzählen bringt. Von alten Zeiten soll er berichten, und das tut er. Ich bin sehr angetan von der Leseprobe, hätte einfach zu gerne noch weitergelesen. Der Schreibstil ist sehr eindringlich und die Geschichte verspricht sehr viel Tiefgang.