Das letzte Buch des verstorbenen Autors

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pippilottaviktualia Avatar

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Ähnlich kurz wie schon die beiden vorangegangenen Romane des Autors „Im Tal“ und „Im Schnee“, und erneut ist Protagonist ein Mensch, der im Leben Widrigkeiten trotzen muss und sich dennoch nicht unterkriegen lässt. Dieses Mal ist es der alte Besitzer eines Dorfwirtshauses, das er in vierter Generation schon mehr als 50 Jahre fortführt, und zwar gegen seinen Willen, weil seine Neigung eigentlich dem Beruf des Automechanikers galt. Aus seinen vielen Gedanken und Gesprächen mit einer zugezogenen Dorfbewohnerin erhellt sich dem Lesenden nach und nach, das es sein gestörtes Verhältnis zum tyrannischen Vater und eine große Schuld während einer nur wenige Monate dauernden Abwesenheit aus dem Dorf war, die ihn zum Wirt ohne Ehefrau machten und ein Leben ohne Glück führen ließen. Versöhnlich ist, dass dieser Mann trotzdem seinen Frieden gefunden hat, weil seine regelmäßig bei ihm einkehrenden Dorfmitbewohner für ihn so etwas wie Familie geworden sind und er andererseits auch von ihnen gebraucht wurde, weil sein Wirtshaus ihnen Halt gab. Nebenbei erhalten wir ein schönes Bild vom Dorfleben und den Veränderungen in ihm im Laufe der Jahrzehnte. Alles wird in ruhigem, bedächtigem Ton erzählt, so dass es eine Freude ist, das Buch zu lesen.