Großartig
Das „Der Baum“ das letzte Werk von Tommie Goerz ist, macht mich traurig, denn er war ein ganz großer Schriftsteller. In seinem letzten Roman schreibt er über Michel und einem alten Wirtshaus „Der Baum“ mit einem großen, aus altem Kirschbaum gezimmerten Tisch, an dem sich die Dorfbewohner ein Leben lang versammelten und der zu einer Art Wohnzimmertisch geworden ist. Der Protagonist Michel Gruber führt in vierter Generation das Wirtshaus, aber es kommen immer weniger Leute in sein Gasthaus und er ist einsam. An einem gewittrigen Tag (vor Gewittern fürchtete Michel schon als Kind), beginnt er Liz, die ihm bei dem Unwetter beisteht, seine Lebensgeschichte zu erzählen. Angefangen von seiner nicht sehr schönen Kindheit, seiner unerfüllten Liebe und seinem Leben im Gasthaus bis zum heutigen Tag. Der Autor hat einen wunderbaren Schreibstil und beschreibt seine Figuren mit Liebe und Feingefühl. Leider ist er früh zu früh verstorben. Ich hätte gerne mehr von ihm gelesen.