Immer wenn es grummelt
“Der Baum“ erzählt die Geschichte von Michel Gruber, der in der vierten Generation den gleichnamigen Gasthof führt. Inzwischen ist er ein einsamer alter Mann, der keine Angehörigen mehr hat und nur noch wenige Stammgäste sowie Liz, die zu seiner Vertrauten geworden ist. Sie war der erste weibliche Gast des Wirtshauses, und ihr erzählt er Dinge aus seinem Leben, über die er nie gesprochen hat. Sie kommt immer zu ihm, wenn sich Gewitter und Stürme ankündigen, denn sie weiß, dass er dann große Angst empfindet. Er erinnert sich an verheerende Brände und Todesfälle in der Vergangenheit. Michel musste schon als Kind bis in die Nacht in der Kneipe mithelfen, obwohl er am nächsten Tag zur Schule musste. Ein schlimmes Ereignis hat sein ganzes Leben bestimmt. Als junger Mann hatte er sich in Berta verliebt und sie sich in ihn. Sein Vater verbot ihm diese Liebe und ohrfeigte ihn vor der jungen Frau. Daraufhin verließ er das Dorf, geriet jedoch bald in große Schwierigkeiten. Sein Vater half ihm, verpflichtete ihn jedoch gleichzeitig, das Lokal für immer weiter zu führen. So wird der Roman zur Geschichte eines traurigen, ungelebten Lebens, denn Gastwirt hatte er nie sein wollen.
Der kurze Roman erzählt sprachlich gelungen von einer Dorfgemeinschaft, wie es sie wohl nicht mehr gibt, für die der “Baum“ der Lebensmittelpunkt war. Hier trafen sich die Menschen Tag für Tag, jahrzehntelang. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, und ich werde sicher auch die beiden hochgelobten Romane des kürzlich verstorbenen Autors lesen.
Der kurze Roman erzählt sprachlich gelungen von einer Dorfgemeinschaft, wie es sie wohl nicht mehr gibt, für die der “Baum“ der Lebensmittelpunkt war. Hier trafen sich die Menschen Tag für Tag, jahrzehntelang. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, und ich werde sicher auch die beiden hochgelobten Romane des kürzlich verstorbenen Autors lesen.