Je älter, je mehr Erinnerungen
Dies ist nun das letzte Buch von Tommie Goerz. Für mich symbolisieren die dunklen Wolken auf dem wunderschönen Cover die Bedrohung in unser aller Leben, dieses Gehenmüssen am Ende, und der Baum die Standhaftigkeit. Er ist noch da. Besonders gut gefällt mir das Bild, da der Leser versucht ist zu glauben, es ginge im Roman um einen Baum und nicht um ein Wirtshaus. Aber so ist es eben nicht.
Wie "Im Schnee" und "Im Tal" nimmt uns Tommie Goerz mit auf eine Reise durch verschiedene Leben. Leben, die gelebt sind, Menschen, die in Erinnerungen schwelgen und mich dadurch sehr berühren. Das mag mit dem eigenen Älterwerden zu tun haben, ich kenne jedoch auch jüngere Leser, die von Tommie Goerz Romanen berührt sind.
In "Der Baum" ist Michel der Protagonist. Er hatte es schwer mit einem cholerischen, brutalen Vater, der ihn immer klein hielt, bis Michel es nicht mehr aushielt und floh. Was ihm dann Schreckliches widerfuhr und woraus der Vater ihn rettete, erfährt der Leser erst am Schluss, als Michel es sich endlich von der Seele reden konnte. Das war ein Stück Befreiung in einem Leben, das wenig Freiheit kennen lernen durfte.
Beeindruckend am Text ist dieses Durchhaltevermögen Michels in einem Leben, das recht dunkel war. Und so endet der Roman, "denn er fand sich im Dunkeln zurecht."
Ein wunderbarer, lesenswerter Text, der einem lang in der Erinnerung bleiben wird. Danke dafür!
Wie "Im Schnee" und "Im Tal" nimmt uns Tommie Goerz mit auf eine Reise durch verschiedene Leben. Leben, die gelebt sind, Menschen, die in Erinnerungen schwelgen und mich dadurch sehr berühren. Das mag mit dem eigenen Älterwerden zu tun haben, ich kenne jedoch auch jüngere Leser, die von Tommie Goerz Romanen berührt sind.
In "Der Baum" ist Michel der Protagonist. Er hatte es schwer mit einem cholerischen, brutalen Vater, der ihn immer klein hielt, bis Michel es nicht mehr aushielt und floh. Was ihm dann Schreckliches widerfuhr und woraus der Vater ihn rettete, erfährt der Leser erst am Schluss, als Michel es sich endlich von der Seele reden konnte. Das war ein Stück Befreiung in einem Leben, das wenig Freiheit kennen lernen durfte.
Beeindruckend am Text ist dieses Durchhaltevermögen Michels in einem Leben, das recht dunkel war. Und so endet der Roman, "denn er fand sich im Dunkeln zurecht."
Ein wunderbarer, lesenswerter Text, der einem lang in der Erinnerung bleiben wird. Danke dafür!