Lebensgeschichte eines einsamen Mannes

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Das Cover des Buches zeigt einen einsam stehenden Baum in einer Ackerlandschaft, darüber dunkle Wolken. Es hat in mir Emotionen geweckt.
Dieser letzte Roman des Spiegel-Bestseller-Autors Tommie Goerz erzählt die berührende Geschichte eines alten Mannes, die tief mit dem Baum verwurzelt ist.
Den Baum selbst gibt es seit Jahrzehnten nur noch als riesigen Tisch in der Gastwirtschaft "Baum", die nach ihm benannt wurde. Nach und nach öffnet sich der wortkarge Wirt Michel einer vor einigen Jahren in den Ort zugezogenen Frau, Liz. Ihre ruhige und besonnene Art bringt ihn dazu, ihr von sich zu erzählen. Der Leser lernt nach und nach andere Bewohner des kleinen Ortes und ihre jeweiligen Eigenarten kennen. Michel trauert einer alten, längst vergangenen Zeit nach, in der auch seine Liebe verlor. Er hat den "Baum" seit über 50 Jahren nicht mehr verlassen und öffnet die Gaststätte jeden Tag, oft nur für seine Handvoll Stammgäste.
Ein sehr poetischer und berührender Roman, der ältere Menschen an frühere Zeiten erinnern wird.
Ich empfehle ihn gerne weiter, zumal es das letzte Buch von dem mittlerweile leider verstorbenen Tommie Goerz ist.