Zwischen Wahrheit und Abgrund

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
catalina_san Avatar

Von

Schon die ersten Seiten von „Der Boss“ haben mich sofort gepackt. Die Geschichte beginnt mit einem scheinbar harmlosen Partyabend, doch die Atmosphäre kippt schneller als erwartet. Natalies Entschlossenheit, herauszufinden, was ihrer Freundin zugestoßen ist, wirkt authentisch und macht sie sofort greifbar. Gleichzeitig spürt man von Beginn an, dass sie etwas betritt, das viel größer und gefährlicher ist, als sie selbst ahnt.

Geoffrey Rosenberg bleibt in der Leseprobe bewusst rätselhaft. Genau dieses Schweigen zwischen den Zeilen erzeugt ein beklemmendes Gefühl. Man weiß nicht, ob er Täter, Opfer oder etwas völlig anderes ist. Diese Ungewissheit macht die Handlung von Anfang an intensiv.

Der Schreibstil hat mich überrascht, weil er gleichzeitig leicht lesbar und unterschwellig düster ist. Jede Szene trägt eine Spannung in sich, die neugierig macht und einen förmlich dazu drängt, weiterzulesen. Die Leseprobe war viel zu kurz, denn sie lässt erkennen, wie viel sich noch hinter den Figuren und ihren Motiven verbirgt.

Mein Eindruck fällt eindeutig positiv aus. „Der Boss“ verspricht ein fesselndes Spiel aus Manipulation, Angst und Wahrheit. Es fühlt sich an, als würde man mit Natalie gemeinsam einen Raum betreten, in dem jeder Schritt ein Risiko sein könnte.