Ein solider Thriller

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
pageswithsusi Avatar

Von

Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen in dieses Buch gestartet, da Love, Mom für mich ein echtes Highlight war und genau deshalb waren meine Gefühle nach dem Lesen ziemlich gemischt. Der Beginn war dabei besonders fesselnd und hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen.

Von Anfang an ist die Handlung spannend. Die düstere Atmosphäre, die mysteriösen Vorkommnisse in der Villa und das auffällige Verhalten des Personals haben mich sofort gepackt. Die vielen Geheimnisse haben dafür gesorgt, dass ich unbedingt wissen wollte, was wirklich dahintersteckt und durch den angenehmen Schreibstil mit kurzen Kapiteln bin ich regelrecht durch die Seiten geflogen und hatte das Buch in kürzester Zeit verschlungen.

Im Mittelpunkt steht Natalie. Sie war mir grundsätzlich sympathisch, wirkte auf mich aber stellenweise etwas zu leichtsinnig und naiv. Auch die übrigen Figuren konnten mich nicht komplett überzeugen, da sie mir teilweise etwas zu oberflächlich dargestellt waren.
Und dann ist da natürlich noch der Boss: eine sehr präsente, spannende Figur, die mich immer wieder rätseln ließ, was eigentlich mit ihm nicht stimmt und bei der ich oft nicht wusste, was ich von ihr halten soll.

Im Mittelteil gab es für mich ein paar kleine Längen, doch zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse – ab da konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Einige Wendungen empfand ich allerdings als etwas wirr, und die Auflösung wirkte auf mich ziemlich stark konstruiert. Spannend? Ja. Restlos überzeugend? Leider nicht ganz.

Trotzdem hat mich dieser Thriller insgesamt sehr gut unterhalten und mir viele fesselnde Lesestunden beschert.