Leichter Pageturner

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Wie man ein Buch bewertet, hängt ja üblicherweise davon ab, was man erwartet hat.
~ Was hatte ich von "Der Boss" erwartet? - Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, war ich auf einen Pageturner eingestellt. Die 330 Seiten sollten nur so dahin fliegen. Diese Erwartung hat sich definitiv erfüllt; ich war nach drei kurzen Lesesessions mit dem Buch durch. Kurze Kapitel, zwischendurch eine unbekannte Perspektive eingewoben, die neugierig macht.. und eben kein großer Anspruch.

..den vermisste ich in dieser Geschichte schmerzlich.
Schon gleich am Anfang biss ich mir auf die Zunge, als die Protagonistin Natalie beschließt bei dem Krypto-Magnaten Geoffrey Rosenberg verdeckt als Servicekraft zu arbeiten, weil sie in ihm den vermeintlich Verantwortlichen für den komatösen Zustand ihrer Freundin sieht.
Warum sie die Ermittlungen nicht der Polizei überlässt, wird kurz angeschnitten, war für mich aber nicht nachvollziehbar. ..so auch die meisten Handlungen Natalies.

Unterhalten wurde ich von dem Buch, keine Frage!
Sonst wäre ich auch nicht so schnell durch gewesen.
Aber mir fehlte hier der Biss. Die Rafinesse. Der Twist, der unoffensichtlich ist.
Schade.
Also, was die Story angeht, hatte ich mir mehr erhofft (Kleines Beispiel: ich weiss nicht, wie oft erwähnt wird, dass Natalie gut aussehend ist.. Diese Oberflächlichkeit zieht sich bis in den Plot.), schade.

Für einen schnellen Ritt zwischendurch ist "Der Boss" sicherlich gut, aber auf Dauer wird sich dieses Buch nicht bei mir einbrennen.