Die Magie des geschriebenen Wortes

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‚Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand‘ ist ein stilles Plädoyer für das Briefeschreiben für das Innehalten und dafür, sich selbst und den eigenen Gedanken Raum zu geben - ein schöner Kontrast zu unserer schnelllebigen Zeit, in der das Leben in so vielen Bereichen digital stattfindet.

Wir begleiten die Protagonistin Hyoyeong, die ihr Studium abgebrochen hat und sich aufgrund einer schwierigen familiären Situation unsicher und etwas haltlos fühlt.
Der Briefladen, in dem sie zu arbeiten beginnt, hilft ihr, zur Ruhe zu kommen und über sich und ihr Leben nachzudenken. Es war schön zu lesen, wie die Atmosphäre des Ladens nicht nur auf Hyoyeong, sondern auch auf die vielen Kunden des Briefladens eine positive Auswirkung hat.

Die Geschichte hat keinen großen Handlungsbogen. Zwar sind Hyoyeongs Familie und der Konflikt mit ihrer Schwester Themen, die sich durch das Buch ziehen, aber ansonsten sind die Kapitel eher episodenhaft und erzählen von den Menschen, die den Briefladen besuchen und ihren individuellen Lebenssituationen. Das hat mir gut gefallen. Der Roman ist ruhig und entschleunigend, ganz wie das Schreiben von Briefen.

Ich fand das Personenverzeichnis am Anfang des Buches sehr hilfreich. Besonders gut fand ich, dass darin auch Hinweise zur Aussprache der koreanischen Namen gegeben wurden. Dank dieser Übersicht konnte ich mich schnell in dem Buch und seinen Figuren zurechtfinden.

Fazit. ‚Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand‘ ist ein ruhiges Buch, das die positive Wirkung des geschriebenen Wortes herausstellt. Wir begegnen verschiedenen Figuren, deren Leben sich durch die Briefe gegenseitig berühren. Leseempfehlung.