Ein Buch über Freundschaft

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lavendelgarten Avatar

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Zunächst geht es in diesem Buch vordergründig um die Krebsgeschichte einer Geschäftsfrau, die sich nicht unterkriegen lässt, unerschrocken sich dem Schicksal entgegenstellt und mit dem Laufen beginnt. Eigentlich ist es jedoch ein Buch über Freundschaften, den Zusammenhalt und das Näherrücken in kritischen Situationen. Ich bin jedoch mit dem Schreibstil der Autorin nicht warm geworden, zu sehr bleibt sie an der Oberfläche, geradezu distanziert. Ist die Autorin, die dasselbe Schicksal wie die Protagonistin erleiden musste, aus reinem Selbstschutz in Deckung gegangen? Ich fand das Buch langatmig, musste es immer wieder aus der Hand legen, obwohl ich sonst Bücher gerne in einem Rutsch durchlese. Manche Dinge fand ich etwas seltsam, zum Beispiel als ihre Mutter nach der Brust OP an ihrem Krankenbett sitzt und ihr eine neue Brust strickt. "Eine gestrickte Titte, das gefällt mir!" ,sagt sie. Das ist eine Sprache, mit der ich nicht viel anfangen kann. Auch die Stereotypen in dieser pinken Welt gefallen mir nicht. Möglicherweise gibt das Buch betroffenen Frauen Mut und unterstützt sie bei der positiven Einstellung zu ihrer Krankheit. Mich hat es jedoch nicht abgeholt, obwohl ich sowohl Läuferin bin als auch ein Krebsgeschehen im engsten Umkreis hatte.