Wenn aus Lesen Aufbruch wird

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vanessa_loves_books Avatar

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Die Leseprobe hat mich sofort in das Amerika der frühen 1960er-Jahre versetzt. Besonders gelungen finde ich, wie der scheinbar perfekte Alltag in der Vorstadt zugleich schön, eng und voller unausgesprochener Erwartungen wirkt. Margaret erscheint zunächst angepasst, doch ihre Nervosität vor dem ersten Buchclubtreffen und die heimlich versteckte Schreibmaschine lassen erahnen, dass in ihr viel mehr arbeitet. Auch Charlotte hat mich mit ihrer widersprüchlichen, eigensinnigen Art sofort neugierig gemacht.

Dass der Buchclub ausgerechnet Betty Friedans „Der Weiblichkeitswahn“ liest, gibt der Geschichte eine spannende gesellschaftliche Ebene, ohne in der Leseprobe belehrend zu wirken. Mich interessiert das auch besonders, weil ich selbst einen Buchclub ins Leben gerufen habe und es schön finde, wie Bücher Menschen zusammenbringen, Gespräche anstoßen und manchmal vielleicht sogar den Blick auf das eigene Leben verändern können. Der Stil liest sich angenehm flüssig, die Figuren wirken bereits differenziert, und ich erwarte eine Geschichte über Freundschaft, Selbstbestimmung und den Mut, das eigene Leben neu zu denken. Das Cover gefällt mir ebenfalls sehr gut, weil es warm, literarisch und einladend wirkt.