Desperate Housewives meets Booklovers
Don’t judge a book by its cover! Für mich war “Der Buchclub der eigensinnigen Frauen“ ein Buch, von dem ich erwartet habe, dass es ähnlich nett-apart und irgendwie langweilig daherkommt, wie die sitzende Dame auf dem Buchcover. Was stimmt: So richtig doll eigensinnig empfand ich die Damen im namensgebenden Buchclub nicht. Was nicht stimmt: Das Buch war zwar seicht, aber eben nicht nur. Ich habe mich beim Lesen ausgesprochen gut unterhalten gefühlt und immer wieder kleine „Aha“ und „Das darf doch wohl nicht wahr sein“-Momente gehabt.
Die Geschichte spielt 1963 im beschaulichen amerikanischen Örtchen Concordia, das mir beim Lesen starke „Desperate Housewives“-Vibes gegeben hat. Die Protagonistinnen Margaret, Viv und Bitsy führen ein scheinbar perfektes Ehe- und Hausfrauenleben, bis sie die unkonventionellere neue Nachbarin Charlotte kennenlernen. Gemeinsam gründen sie einen Buchclub und beginnen mit dem feministischen Buch „Der Weiblichkeitswahn“. Dieses Buch löst zunächst gemischte Reaktionen aus: von Widerstand („Ich bin doch total zufrieden mit meinem Leben!“) bis hin zum Hinterfragen der eigenen Lebensentwürfe („Soll das Leben als Hausfrau und Mutter wirklich alles gewesen sein?“). Mehr und mehr entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den vier Frauen. Es kommt zu neuen Wünschen, mutigen Entscheidungen, absehbaren Krisen und auch einem durchaus erwartbaren Ende.
Auch wenn die Geschichte insgesamt sehr vorhersehbar daher kommt, hat sie mir gut gefallen. Mit den vier Frauen bin ich schnell warm geworden. Die Geschichte liest sich flüssig und gut weg. Das Buchcover ist im übrigen ein perfektes Match zu der Laubfärbung des Baumes vor meinem Balkon.
Was mir aber ganz besonders gut gefallen hat, ist der Blick auf die unterschiedlichen Lebenssituationen dieser und weiterer Frauen. Wie selbstverständlich damals vieles als gegeben hingenommen wurde, was wir heute kaum noch hinterfragen. Ein eigenes Bankkonto? Das eigene Geld verdienen und damit machen, was man möchte? Selbst über Verhütung entscheiden? Was für uns heute selbstverständlich ist, war es für Frauen eben lange nicht. Mir ist beim Lesen noch einmal bewusst geworden, wie viel Frauen vor uns erkämpft haben. Und dass diese Errungenschaften alles andere als selbstverständlich sind.
Mir gefällt außerdem, welchen Stellenwert die Freundschaft und das Thema „female empowerment“ eingenommen hat. Maggie, Viv, Bitsy und Charlotte mögen vielleicht etwas arg harmonisch-weichgespülteliterarische Stellvertreterinnen all jener Frauen sein, die für unsere Rechte gekämpft haben, aber sie sind nahbare, sympathische und inspirierende Figuren. Es war mir rundum eine große Freude sie in ihrer Welt, in Concordia, zu besuchen und mit ihnen zu erleben, wie man auch als Frau jener Zeit einen Unterschied machen kann.
Fazit: Leichte Unterhaltung, die durchaus zum Nachdenken anregt und Freude bringt.
Die Geschichte spielt 1963 im beschaulichen amerikanischen Örtchen Concordia, das mir beim Lesen starke „Desperate Housewives“-Vibes gegeben hat. Die Protagonistinnen Margaret, Viv und Bitsy führen ein scheinbar perfektes Ehe- und Hausfrauenleben, bis sie die unkonventionellere neue Nachbarin Charlotte kennenlernen. Gemeinsam gründen sie einen Buchclub und beginnen mit dem feministischen Buch „Der Weiblichkeitswahn“. Dieses Buch löst zunächst gemischte Reaktionen aus: von Widerstand („Ich bin doch total zufrieden mit meinem Leben!“) bis hin zum Hinterfragen der eigenen Lebensentwürfe („Soll das Leben als Hausfrau und Mutter wirklich alles gewesen sein?“). Mehr und mehr entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den vier Frauen. Es kommt zu neuen Wünschen, mutigen Entscheidungen, absehbaren Krisen und auch einem durchaus erwartbaren Ende.
Auch wenn die Geschichte insgesamt sehr vorhersehbar daher kommt, hat sie mir gut gefallen. Mit den vier Frauen bin ich schnell warm geworden. Die Geschichte liest sich flüssig und gut weg. Das Buchcover ist im übrigen ein perfektes Match zu der Laubfärbung des Baumes vor meinem Balkon.
Was mir aber ganz besonders gut gefallen hat, ist der Blick auf die unterschiedlichen Lebenssituationen dieser und weiterer Frauen. Wie selbstverständlich damals vieles als gegeben hingenommen wurde, was wir heute kaum noch hinterfragen. Ein eigenes Bankkonto? Das eigene Geld verdienen und damit machen, was man möchte? Selbst über Verhütung entscheiden? Was für uns heute selbstverständlich ist, war es für Frauen eben lange nicht. Mir ist beim Lesen noch einmal bewusst geworden, wie viel Frauen vor uns erkämpft haben. Und dass diese Errungenschaften alles andere als selbstverständlich sind.
Mir gefällt außerdem, welchen Stellenwert die Freundschaft und das Thema „female empowerment“ eingenommen hat. Maggie, Viv, Bitsy und Charlotte mögen vielleicht etwas arg harmonisch-weichgespülteliterarische Stellvertreterinnen all jener Frauen sein, die für unsere Rechte gekämpft haben, aber sie sind nahbare, sympathische und inspirierende Figuren. Es war mir rundum eine große Freude sie in ihrer Welt, in Concordia, zu besuchen und mit ihnen zu erleben, wie man auch als Frau jener Zeit einen Unterschied machen kann.
Fazit: Leichte Unterhaltung, die durchaus zum Nachdenken anregt und Freude bringt.