Die Bettys

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buchfresserchen1 Avatar

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Angesiedelt ist die Geschichte der Bettys in den 60 ern und spielt in einer Wohnsiedlung in Virginia.
Die Bettys sind vier Frauen, die sich in der Wohnanlage kennengelernt haben. Gemeinsam gründeten Margaret,Viv,Bitsy und Charlotte einen Buchclub.
Das erste Buch, das sie gemeinsam lasen war Der Weiblichkeitswahn von Betty Friedan, nach der sie sich anschließend auch benannten.
Diese Lektüre brachte die Frauen zum Nachdenken,über die Rolle der Frau im allgemeinen und ihr Leben im speziellen.
In den 60 ern war es normal, dass verheiratete Frauen, deren Männer ausreichend Geld verdienten, um eine Familie zu versorgen, zu Hause blieben.
In der Regel gab es auch nur wenige Frauen in gehobenen Positionen, da kaum eine Frau ein Studium absolvierte.
Bitsy zum Beispiel hätte gerne Tiermedizin studiert. Da es sich hierbei aber um eine von Männern beherrschte Domaine handelte bekam sie kein Empfehlungsschreiben, das sie dafür gebraucht hätte.
Margaret hatte sich für Kinder entschieden und beschlossen, dass ein Eigenheim ihr größtes Glück wäre. Nach einigen Jahren in Concordia hielt sie dies jedoch nicht mehr für allein selig machend und hätte sich gerne als Schriftstellerin betätigt.
Charlotte, die das Ganze mit ihrer Buchempfehlung ins Rollen brachte, war eigentlich durch Vater und Ehemann sozusagen nach Concordia ins Exil verfrachtet worden.
Einzig Aviv hatte mit Tony einen Glücksgriff getan, sehnte sich nach sechs Kindern aber auch endlich wieder als Krankenschwester arbeiten zu können,wie sie es während des Krieges schon tat.

Im Buch begleiten wir diese vier Frauen durch Höhen und Tiefen und entdecken, wie sie mit der Zeit reifen.
Mich hat das Buch fasziniert, wie einst einer meiner Lieblingsfilme Der Club der Teufelinnen. Im Unterschied zum Film kennen sich die Frauen nicht von früher,sondern lernen sich erst in der Wohnanlage kennen. Sie werden aber Freundinnen fürs Leben und stehen immer zueinander und füreinander ein.
Das hat mich begeistert. Wenn man zusammen hält und sich gemeinsam über Dinge austauscht kann vieles Erreicht werden. Manchmal braucht es einfach nur einen kleinen Schubs, und jemanden der an einen glaubt.

Während des Lesens fand ich mich tatsächlich zurückversetzt in die 60 er Jahre und bin froh und dankbar, dass Frauen wie die Bettys und andere sich dafür einsetzten, das wir Frauen heute so viel freier und selbständiger leben können.