Feelgood-Frauenroman zur Emanzipation in den 1960ern

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lovely90 Avatar

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‚Der Buchclub der eigensinnigen Frauen‘ von Marie Bostwick ist ein passender feelgood-Frauenroman für den Spätsommer und Herbst.

Wir begleiten die Protagonistin Margaret und drei weitere Frauen aus einem kleinen Städtchen in den USA in den 1960er Jahren. Bedeutsame Freundschaften entstehen, nachdem die vier einen Buchclub gegründet haben. Als Grundlage für dessen Gründung, aber vor allem für die Entwicklungen aller vier Frauenüber viele Jahre hinweg, dient ‚der Weiblichkeitswahn‘ von Betty Friedan. Ein schönes Detail ist in meinen Augen, dass dieses Buch wirklich existiert und zu seiner Zeit viele Frauen – so auch die Mutter der Autorin Marie Bostwick – darin bestärkte, für ihre eigenen Ideen und Wünsche einzustehen. Emanzipation ist auch heute noch ein großes Thema und Diskriminierung sowohl aufgrund des Geschlechts, als auch aufgrund von unzähligen anderen ‚Gründen‘ ist genauso aktuell wie zu jener Zeit.
Es freut mich, dass die Autorin es schafft, dieses Thema aufzuarbeiten, ohne ständig den Zeigefinger zu erheben. Vielmehr liest sich das Buch leicht und ist eine gute Lektüre für zwischendurch. Gleichzeitig sind die einzelnen Erzählstränge der ‚Bettys‘ aber recht vorhersehbar und für sich genommen nicht außergewöhnlich (sollen sie ja vielleicht auch nicht sein).

Ein Buch für alle, die sich vom Klappentext angesprochen fühlen – es hält das, was es verspricht.