Frauen sprengen ihre Grenzen
Vier ganz unterschiedliche Frauen, die in einer Kleinstadt vor der Toren Washingtons leben, gründen einen Buchclub. Auf Bestreben der eigenwilligen Charlotte, die gerade erst nach Concordia gezogen ist, wird das Buch "Der Weiblichkeitswahn" der Autorin Betty Friedan gelesen, denn Charlotte gibt sich nicht mit Wohlfühllektüre ab. Aufgrund dessen nennen sich die Mitglieder dieses Buchclubs fortan die "Bettys".
Jede von ihnen ist verheiratet, Charlotte, Margaret und Viv haben bereits mehrere Kinder. Bitsy dagegen ist frisch verheiratet, doch Nachwuchs will sich nicht einstellen. Die ständigen Nachfragen der Leute und ihres Mannes bringen sie etwas zur Verzweiflung, doch tief im Inneren ist sie vielleicht noch gar nicht bereit für Kinder, denn sie arbeitet als Stallhilfe im nahegelegen Pferdestall, wodurch sich ihr Mann Kingsley Vorteile erhofft, arbeitet er doch als Tierarzt. Bitsy hätte auch gern studiert, doch der Tod ihres Vaters und dann die schnelle Hochzeit mit King hat ihr Leben durcheinander gewirbelt.
Charlotte strebt eine Karriere als Künstlerin an, doch so recht gelingt es ihr nicht, ihre Bilder bei Galerien zu platzieren und so baut sie auf die Unterstützung eines Bekannten, der als Maler bereits einen Namen hat. Ihr Mann Howard dagegen ist mehr ab- als anwesend und arbeitet in der Firma seines Schwiegervaters. Ihre Ehe war vor allem dazu gedacht, das uneheliche Kind zu verhindern, dass Charlotte erwartete. Und so nutzt Howard diesen Umstand zu seinem Vorteil aus.
Viv hat bereits sechs Kinder und möchte unbedingt wieder arbeiten, so wie sie es im 2. Weltkrieg als Krankenschwester getan hat. Doch nach langer Pause stellt sie niemand ein - außer einer Ärztin in einem Stadtteil Washingtons, die nicht genug zahlen kann, weil sie mittellose Menschen behandelt. Doch dann ist Viv erneut schwanger...
Auch Maggie erhofft sich mehr von ihrem Leben. Sie ist unzufrieden, kann aber selbst nicht genau benennen, was genau ihr fehlt, denn oberflächlich gesehen hat sie doch alles: ein schönes neues Haus, drei gesunde Kinder und ihren Mann, den sie schon in der Ohio State University kennenlernte. Dieser hat sich im Laufe der Jahre zu seinem Nachteil entwickelte und wird seinem Vater immer ähnlich. Maggie nimmt an einem Schreibwettbewerb teil. Zwar gewinnt sie diesen nicht, bekommt aber stattdessen eine Stelle als Kolumnistin angeboten. Fortan schreibt sie alle zwei Wochen eine Kolumne für eine beliebte Frauenzeitschrift. Die Themen dürfen jedoch das Niveau einer Hausfrau nicht übersteigen...
Alle vier befinden sich also in einer Lebenssituation, die sie gerne verändern würden. Doch manchmal scheitert es bereits daran, dass sie kein eigenes Bankkonto ohne die Zustimmung ihres Ehemanns eröffnen können oder dass die Pille nur einer verheirateten Frau verschrieben wird, wenn ihr Ehemann einverstanden ist.
Das Buch "Der Weblichkeitswahn", aber vielmehr die Verbundenheit der vier unterschiedlichen Frauen, setzt einen Prozess in Gang, den ich sehr gerne gelesen habe. Sie tun sich zusammen, bauen ein Netzwerk auf und entdecken, dass sie gemeinsam oft mehr erreichen können als alleine. Dabei sind sie ehrlich zueinander, was manchmal auch sehr schmerzhaft sein kann.
Mir hat dieser Roman richtig gut gefallen. Ich bin in das Jahr 1963 abgetaucht, habe die Gewohnheiten der amerikanischen Hausfrauen kennengelernt und ihre Sehnsüchte danach, dass es das wohl doch noch nicht gewesen sein könnte. So manche muss sich erst ausprobieren, um ihren eigenen Weg zu finden oder sich überhaupt erst ihrer Möglichkeiten bewusst werden.
Der Schreibstil ist flüssig und ich habe oft geschmunzelt oder den Kopf über die damaligen Denkweisen geschüttelt. Doch diese Gemeinschaft, an der ich als Leserin teilhaben durfte, hat mich tatsächlich mit einem guten Gefühl zurückgelassen. Gleichzeitig ist die Geschichte mit viel Tiefgang und Reflexion erzählt, und die politischen und historischen Ereignisse kommen auch nicht zu kurz.
Jede von ihnen ist verheiratet, Charlotte, Margaret und Viv haben bereits mehrere Kinder. Bitsy dagegen ist frisch verheiratet, doch Nachwuchs will sich nicht einstellen. Die ständigen Nachfragen der Leute und ihres Mannes bringen sie etwas zur Verzweiflung, doch tief im Inneren ist sie vielleicht noch gar nicht bereit für Kinder, denn sie arbeitet als Stallhilfe im nahegelegen Pferdestall, wodurch sich ihr Mann Kingsley Vorteile erhofft, arbeitet er doch als Tierarzt. Bitsy hätte auch gern studiert, doch der Tod ihres Vaters und dann die schnelle Hochzeit mit King hat ihr Leben durcheinander gewirbelt.
Charlotte strebt eine Karriere als Künstlerin an, doch so recht gelingt es ihr nicht, ihre Bilder bei Galerien zu platzieren und so baut sie auf die Unterstützung eines Bekannten, der als Maler bereits einen Namen hat. Ihr Mann Howard dagegen ist mehr ab- als anwesend und arbeitet in der Firma seines Schwiegervaters. Ihre Ehe war vor allem dazu gedacht, das uneheliche Kind zu verhindern, dass Charlotte erwartete. Und so nutzt Howard diesen Umstand zu seinem Vorteil aus.
Viv hat bereits sechs Kinder und möchte unbedingt wieder arbeiten, so wie sie es im 2. Weltkrieg als Krankenschwester getan hat. Doch nach langer Pause stellt sie niemand ein - außer einer Ärztin in einem Stadtteil Washingtons, die nicht genug zahlen kann, weil sie mittellose Menschen behandelt. Doch dann ist Viv erneut schwanger...
Auch Maggie erhofft sich mehr von ihrem Leben. Sie ist unzufrieden, kann aber selbst nicht genau benennen, was genau ihr fehlt, denn oberflächlich gesehen hat sie doch alles: ein schönes neues Haus, drei gesunde Kinder und ihren Mann, den sie schon in der Ohio State University kennenlernte. Dieser hat sich im Laufe der Jahre zu seinem Nachteil entwickelte und wird seinem Vater immer ähnlich. Maggie nimmt an einem Schreibwettbewerb teil. Zwar gewinnt sie diesen nicht, bekommt aber stattdessen eine Stelle als Kolumnistin angeboten. Fortan schreibt sie alle zwei Wochen eine Kolumne für eine beliebte Frauenzeitschrift. Die Themen dürfen jedoch das Niveau einer Hausfrau nicht übersteigen...
Alle vier befinden sich also in einer Lebenssituation, die sie gerne verändern würden. Doch manchmal scheitert es bereits daran, dass sie kein eigenes Bankkonto ohne die Zustimmung ihres Ehemanns eröffnen können oder dass die Pille nur einer verheirateten Frau verschrieben wird, wenn ihr Ehemann einverstanden ist.
Das Buch "Der Weblichkeitswahn", aber vielmehr die Verbundenheit der vier unterschiedlichen Frauen, setzt einen Prozess in Gang, den ich sehr gerne gelesen habe. Sie tun sich zusammen, bauen ein Netzwerk auf und entdecken, dass sie gemeinsam oft mehr erreichen können als alleine. Dabei sind sie ehrlich zueinander, was manchmal auch sehr schmerzhaft sein kann.
Mir hat dieser Roman richtig gut gefallen. Ich bin in das Jahr 1963 abgetaucht, habe die Gewohnheiten der amerikanischen Hausfrauen kennengelernt und ihre Sehnsüchte danach, dass es das wohl doch noch nicht gewesen sein könnte. So manche muss sich erst ausprobieren, um ihren eigenen Weg zu finden oder sich überhaupt erst ihrer Möglichkeiten bewusst werden.
Der Schreibstil ist flüssig und ich habe oft geschmunzelt oder den Kopf über die damaligen Denkweisen geschüttelt. Doch diese Gemeinschaft, an der ich als Leserin teilhaben durfte, hat mich tatsächlich mit einem guten Gefühl zurückgelassen. Gleichzeitig ist die Geschichte mit viel Tiefgang und Reflexion erzählt, und die politischen und historischen Ereignisse kommen auch nicht zu kurz.