Freundschaft, Selbstbestimmung und starke Frauen

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cara_lea Avatar

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Bei diesem Buch bin ich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten. Die Geschichte hat viele Themen, über die ich gerne lese. Ein interessantes historisches Setting, starke Frauenfiguren, Freundschaft, Literatur und Feminismus. Trotzdem konnte mich der Roman nicht ganz so begeistern, wie ich es gehofft hatte.

Wir begleiten Margaret, Charlotte, Viv und Bitsy im Virginia der 1960er Jahre. Die vier Frauen sind sehr unterschiedlich und haben trotzdem eine Gemeinsamkeit, die sie verbindet. Hinter ihrem scheinbar perfekten Leben hat jede ihre ganz eigenen Sorgen und Wünsche. Durch einen Buchclub lernen sie sich näher kennen und finden nach und nach den Mut, ihre bisherigen Lebensweisen zu hinterfragen und eigene Entscheidungen zu treffen.

Besonders gut habe mir die Beschreibungen der 60er Jahre gefallen. Die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen waren sehr festgefahren und vieles, was heute vielleicht selbstverständlich ist, war damals alles andere als einfach. Auch der Zusammenhalt der Frauen hat mir gefallen. Es ist schön zu sehen, wie sie sich gegenseitig gestärkt haben und durch ihre Freundschaft über sich hinausgewachsen sind.

Trotzdem ist der Funke bei mir nicht richtig übergesprungen. Obwohl ich einiges über die Frauen erfahren habe, hatte ich eine emotionale Distanz zu ihnen. Ich hätte gerne stärker mit ihnen mitgefühlt. Dazu kam das teilweise sehr langsame Erzähltempo. Einige Dialoge waren mir zu ausführlich, wodurch sich die Handlung stellenweise gezogen hat.

Insgesamt habe ich das Buch dennoch gern gelesen. Das Setting und die Themen haben mir gefallen, auch wenn ich mir mehr Tempo und eine stärkere emotionale Verbindung zu den Charakteren gewünscht hätte. Eine schöne Geschichte mit wichtigen Botschaften, die mich letztlich aber nicht ganz überzeugen konnte.