seichter Feminismus

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babs17 Avatar

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Während die Protagonistin Margaret in dem Roman von Marie Bostwick verzweifelt versucht ernsthafte Themen in die seicht gewünschten Kolumnen unterzubringen, scheint die Autorin genau das Gegenteil im Sinn gehabt zu haben. Sie hat ernste feministische Überlegungen in einen möglichst seichten Roman verpackt. Überlegungen deshalb, da sie von den Roman Figuren alle sofort wieder revidiert oder abgetan werden. Ich bin mir sicher, damit sollte auch der Ton der damaligen Zeit getroffen werden, was der Autorin vom ersten Satz an gelungen ist, jedoch waren mir ihre Ausführungen dann doch du plakativ. Jede Überlegung wird den Lesenden abgenommen und das finde ich sehr schade, wären die Gedanken doch durchaus auch subtiler angekommen, was doch den Spaß am Lesen ausmacht, wie die Autorin selbst im Roman feststellt. Der Roman erfüllt für mich das Klischee dessen, was angeblich "Frauenliteratur" sein soll und auch das (deutsche) Cover möchte diesen Eindruck offenbar unterstützen. Ich wollte dem Roman, der mich erst gar nicht angesprochen hat, eine Chance in einem Sisterread geben, jedoch wurden meine Erwartungen, in diesem Fall leider, erfüllt.
Als seichte Lektüre mit ein bisschen "essfertigem" Feminismus bestimmt empfehlenswert.