unterhaltsam mit Herz
„Man kann im Leben alles haben, nur nicht alles zur gleichen Zeit.“ Betty Friedan
Für die vier Protagonistinnen in Marie Bostwicks neuem Roman „Der Buchclub der eigensinnigen Frauen“ ist das frisch veröffentlichte Buch „Der Weiblichkeitswahn“ von Betty Friedan im Februar 1963 Ausdruck ihrer inneren Stimme und Ausgangspunkt ihres Wandels.
Margaret müsste eigentlich sehr glücklich sein, sie lebt ihren Mädchentraum als Ehefrau eines liebenden Mannes und Mutter dreier gesunder Kinder. Dazu sind sie gerade in ihr Traumhaus in eine neue Vorstadtsiedlung gezogen. Doch sie spürt ein unerklärliches Sehnen und innere Unzufriedenheit genauso wie ihre Freundin Vivian. Viv, Mutter von 6 Kindern, will wieder etwas Bedeutsames machen und sich geschätzt fühlen wie zu ihrer Zeit als Krankenschwester während des Zweiten Weltkriegs. Zusammen mit Bitsy, 23, die für ihren Mann ihr Biologiestudium abgebrochen hat, und Charlotte, deren Mann sie nur geheiratet hat, um im Immobilienbetrieb ihres Vaters Karriere zu machen, gründen sie einen Buchclub und beginnen mit Friedans aufsehenerregendem Werk. Ein Funke ist erwacht, denn die vier sehen ihre unklaren Gefühle erstmals in Worte gefasst und finden den Mut, mehr vom Leben erwarten zu dürfen.
Bostwick versetzt uns in eine brave amerikanische Vorstadt der 1960er Jahre, einer Zeit, in der Politik, Medien und die Werbung nach den arbeitssamen Kriegsjahren der Frauen propagieren, dass allein das Rollenbild der reinen Hausfrau und Mutter zähle. Wer darin keine Erfüllung findet, wird von der Gesellschaft ausgegrenzt, als krankhaft oder unweiblich abgestempelt. In lockerem, fließenden Erzählton führt Bostwick die vier Frauen auf unbeschriebene Pfade. Denn ohne weibliche Vorbilder oder gar einen etablierten Feminismus fallen sie auch mal zurück in alte Muster oder stoßen nicht nur bei ihren Partnern auf Widerstand und Unverständnis. Den Mut, sich den Vorurteilen und dem Patriarchat zu stellen, und Unterstützung finden sie allerdings in ihrer Frauenfreundschaft. Bostwick schreibt auf warme und herzliche Art, mit leichtem Humor von den ersten, kleinen Schritten der weiblichen Selbstermächtigung.
„Die Vergangenheit konnte sie [Charlotte] natürlich nicht ändern, aber sie konnte ihrer Tochter etwas geben, was man ihr selbst verwehrt hatte: Freiheit, Anerkennung, Ermutigung. Wenn eine talentierte Frau all das bekam und außerdem ein Zimmer für sich allein hatte, wer konnte schon sagen, was ihr dann alles gelingen würde?“
Fazit
Ich war in diesem knappen Erzähljahr sehr gerne an der Seite der vier unterschiedlichen „Bettys“ und habe mit ihnen ihre Träume erkannt, ausgesprochen und geholfen umzusetzen. Ein Roman, der zeigt, dass Frauenfreundschaft Berge versetzen kann! Eine leichte, unterhaltsame Lektüre fürs Herz.
Für die vier Protagonistinnen in Marie Bostwicks neuem Roman „Der Buchclub der eigensinnigen Frauen“ ist das frisch veröffentlichte Buch „Der Weiblichkeitswahn“ von Betty Friedan im Februar 1963 Ausdruck ihrer inneren Stimme und Ausgangspunkt ihres Wandels.
Margaret müsste eigentlich sehr glücklich sein, sie lebt ihren Mädchentraum als Ehefrau eines liebenden Mannes und Mutter dreier gesunder Kinder. Dazu sind sie gerade in ihr Traumhaus in eine neue Vorstadtsiedlung gezogen. Doch sie spürt ein unerklärliches Sehnen und innere Unzufriedenheit genauso wie ihre Freundin Vivian. Viv, Mutter von 6 Kindern, will wieder etwas Bedeutsames machen und sich geschätzt fühlen wie zu ihrer Zeit als Krankenschwester während des Zweiten Weltkriegs. Zusammen mit Bitsy, 23, die für ihren Mann ihr Biologiestudium abgebrochen hat, und Charlotte, deren Mann sie nur geheiratet hat, um im Immobilienbetrieb ihres Vaters Karriere zu machen, gründen sie einen Buchclub und beginnen mit Friedans aufsehenerregendem Werk. Ein Funke ist erwacht, denn die vier sehen ihre unklaren Gefühle erstmals in Worte gefasst und finden den Mut, mehr vom Leben erwarten zu dürfen.
Bostwick versetzt uns in eine brave amerikanische Vorstadt der 1960er Jahre, einer Zeit, in der Politik, Medien und die Werbung nach den arbeitssamen Kriegsjahren der Frauen propagieren, dass allein das Rollenbild der reinen Hausfrau und Mutter zähle. Wer darin keine Erfüllung findet, wird von der Gesellschaft ausgegrenzt, als krankhaft oder unweiblich abgestempelt. In lockerem, fließenden Erzählton führt Bostwick die vier Frauen auf unbeschriebene Pfade. Denn ohne weibliche Vorbilder oder gar einen etablierten Feminismus fallen sie auch mal zurück in alte Muster oder stoßen nicht nur bei ihren Partnern auf Widerstand und Unverständnis. Den Mut, sich den Vorurteilen und dem Patriarchat zu stellen, und Unterstützung finden sie allerdings in ihrer Frauenfreundschaft. Bostwick schreibt auf warme und herzliche Art, mit leichtem Humor von den ersten, kleinen Schritten der weiblichen Selbstermächtigung.
„Die Vergangenheit konnte sie [Charlotte] natürlich nicht ändern, aber sie konnte ihrer Tochter etwas geben, was man ihr selbst verwehrt hatte: Freiheit, Anerkennung, Ermutigung. Wenn eine talentierte Frau all das bekam und außerdem ein Zimmer für sich allein hatte, wer konnte schon sagen, was ihr dann alles gelingen würde?“
Fazit
Ich war in diesem knappen Erzähljahr sehr gerne an der Seite der vier unterschiedlichen „Bettys“ und habe mit ihnen ihre Träume erkannt, ausgesprochen und geholfen umzusetzen. Ein Roman, der zeigt, dass Frauenfreundschaft Berge versetzen kann! Eine leichte, unterhaltsame Lektüre fürs Herz.