Wenn die Macht durch Angst und Gewalt auf Anstand und Rechtschaffenheit trifft.

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renken Avatar

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Klankriminalität, finde ich, ist ein wichtiges und riesiges Thema. Der Roman spielt in Schweden, aber auch hierzulande sieht man regelmäßig Meldungen, die eindeutig aufzeigen, dass es so etwas wie eine Schattengesellschaft gibt. Und man schaut zu gerne weg, wie im Buch auch beschrieben, weil man auf gar keinen Fall etwas damit zu tun haben möchte.

Aber zum Buch bzw. der Leseprobe. Pascal Engman führt hier auf den ersten 50 Seiten die Figuren ein. Josef, Hjalmar und sogar Antonia (vermutlich das Baby zu Beginn) tauchen auf, die laut Klappentext der aufrichtige Gegenpol darstellen werden. Josef ist durch seine Mutter zu einem grundanständigen und cleveren Jungen geworden. Hjalmar hat seine Berufung gefunden und sieht sich als Helfer vor Ort auf der Straße.

Auf der anderen Seite sehen wir Menschen, die bereits vom Kindesalter an, daran gewöhnt werden, alle bekommen zu können, wenn man anderen Menschen angst Macht und sie unter Druck setzt. Gewalt ist hier das Instrument erster Wahl und wird ohne Zögern eingesetzt. Es ist eine Frage der Zeit, bis diese Geschichte eskaliert und es richtig kritisch in Stockholm wird.

Extrem spannend finde ich die Beschreibungen dieser sich anbahnenden Katastrophe durch so etwas Banales wie ein Ballspiel. Es dient hier als eindeutige Demonstration der Macht und des Zusammenhalts der Familie Mansour. Und es werden alle Register gezogen, um andere Leute in ihrem Sinne beeinflussen zu können. Fotos vom Koksen und aufdringliche Gespräche mit dem Mann vom Arbeitsamt zeigen wie hier das Machtzentrum immer größere Kreise zieht.

Ich bin sehr neugierig, wie die Guten in dieser Geschichte sich dem Bösen in den Weg stellen. Auf den ersten Blick sieht das nach einem hoffnungslosen und schmerzvollen Unterfangen aus.