beklemmend realistisch

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gihild Avatar

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Das Buch „Der Clan“ handelt von zwei Jungen, die in die Fänge eines Clans geraten. Sehr realistisch schildert er die Vorgehensweise dieser Clans, denen zwei Jungen, Omar und Josef, die in prekären sozialen Verhältnissen leben, nichts entgegensetzen können. Beide sehen keinerlei andere Möglichkeiten, als für den Clan zu arbeiten. Nebenher wird die Situation einer jungen Frau aufgezeigt, die zwar Teil des Clans ist, aber unter den alten traditionellen Vorstellungen der Männer leidet und von ihnen bevormundet und eingeengt wird. Man merkt jedem Satz des Autors an, dass er tief in solche Strukturen eingedrungen ist. Er beschreibt die Geschichte des Clans atmosphärisch so dicht, dass ich beim Lesen Gänsehaut bekam. Er zeigt die brutale Realität ohne schöne Schnörkel auf
Daneben gibt es das Mädchen Antonia, dass in behüteten Verhältnissen aufwächst und in die Model-Welt eintaucht, ihren Traum zum Top-Model nachgeht und dabei fast an ebenso brutale Regeln gebunden ist wie im Clan. Auch, wenn diese Regeln sich ziemlich von den Clan-Regeln unterscheiden, sind sie genauso erschütternd.
Das der Thriller in Schweden spielt, ist eigentlich irrelevant, da die Geschichte in dieser Form überall geschehen kann.
Das Cover ist sehr passend ausgewählt. Der Titel wird durch grelle gelbe Striche durchschnitten und steht für die verschiedenen Teile der Organisation. Den Farbschnitt habe ich so noch nicht gesehen und gefällt mir besonders gut.
Fazit: Ich habe das Buch verschlungen. Es hat mich wirklich gepackt. Allerdings bin ich neugierig, wie Pascal Engman neben Clankriminalität so tiefgreifende Themen wie Zwangsheirat, Mobbing und die Probleme der Model-Szene ebenso realistisch bearbeiten will, werden die folgenden Bände zeigen. Von mir bekommt er jedenfalls 5 funkelnde Sterne.