Dramatisch

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
lejoan Avatar

Von

Auch wenn das Buch nicht vor Action strotzt ist es trotzdem sehr gut. Es zeigt sehr bewegend, wie Menschen auf die schiefe Bahn geraten können ohne eigentlich etwas dafür zu können, wie Jugendliche versuchen aus dem Sumpf von Armut, Gewalt und Desillusion herauszukommen, wie Jugendliche dabei falschen Vorbildern nacheifern. Ich weiß nicht, ob die die Clawirtschaft in Schweden tatsächlich so ist, aber ich finde, dass es sehr gut geschrieben ist und dass es mit Sicherheit in jedem Land, in jeder Großstadt, in jedem Kiez, so abläuft. Mir war auch von Anfang an klar, dass Josef mehr mit dem Mansourclan zu tun hat, als nur ein Mitläufer zu sein, um Geld zu verdienen und aus der Armut herauszukommen. Außerdem finde ich es sehr schön wie zwei fremde Menschen gleichen Alters, Josef und Antonia, etwas verbindet. Nämlich die Geburt am gleichen Tag und das Zusammentreffen der Mütter mit den Kindern, als Neugeborene. Und dass sie irgendwie nicht voneinander lassen können, dass das ganze Leben irgendwie verbunden ist, obwohl sie sich aus den Augen verloren haben. Ich hoffe, dass im zweiten Teil des Buches sich alles zum Guten wendet, dass Josef der Gewalt entkommen kann, dass er für sich das Richtige tut ich hoffe, dass es ihm nicht den Boden unter den Füßen wegreißt, wenn er erfährt dass Ali sein Vater ist, dass es ihm hilft wenn Ali erfährt, dass Josef sein Sohn ist, dass es Josefs Mutter Fatima auch gut gehen wird, und dass es irgendwie auch für die Taverne aufwärts geht. Ich hoffe dass auch Antonia den richtigen Schritt gegangen ist, indem sie New York nicht Richtung Schweden, sondern Richtung Mexiko verlassen hat. Und dass sie standhaft bleibt und den Drogen fern bleibt. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil des Buches. Die Schreibweise des Buches ist sehr, sehr gut. Wie gesagt obwohl es nicht vor Action strotzt verbindet es trotz allem dramatische, romantische Momente und zeigt ganz deutlich die zwiespalte verschiedener Menschen. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Es hat mich dazu gebracht darüber nachzudenken, warum manche Menschen Entscheidungen treffen, und dass man wenn man die Menschen nicht von Anfang an kennt, manche Entscheidungen eben nicht nachvollziehen kann. Aber für die Menschen ist diese Entscheidung in diesem Moment eben genau die richtige. Man sollte eben nicht vorschnell urteilen.