Erschreckend realistisch und brutal
„Der Clan 1 – Die Straße“ von Pascal Engman hat mein Bild von Schweden ein kleines bisschen zerstört. Für mich ist Schweden dieses wunderschöne Land, das ich liebe und mit dem ich irgendwie immer noch ein bisschen Bullerbü und heile Welt verbinde. Dieses Buch zeigt eine vollkommen andere Seite. Eine brutale, erschreckend ehrliche und vor allem sehr aktuelle.
Die Geschichte beginnt Anfang der 2000er Jahre und führt mitten hinein in ein Viertel, in dem der Mansour Clan immer mehr Macht gewinnt. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Menschen, deren Leben auf unterschiedliche Weise mit dem Clan verbunden sind. Da ist unter anderem Fatima, die alles dafür tut, ihrem Sohn Josef ein anderes Leben zu ermöglichen. Gleichzeitig erlebt man die jungen Männer der Mansour Familie, die ihren Platz innerhalb des Clans suchen und beweisen wollen, dass sie dazugehören. Und man sieht eine Polizei, die zwar weiß, was passiert, aber diesem immer größer werdenden System aus Gewalt, Angst und Loyalität erschreckend wenig entgegensetzen kann.
Genau diese verschiedenen Blickwinkel fand ich unglaublich stark. Man bekommt nicht einfach nur eine Geschichte über organisierte Kriminalität erzählt. Man sieht, wie dieses System entsteht, wie Menschen hineingezogen werden und wie schwierig es ist, sich daraus zu lösen.
Teilweise musste ich beim Lesen wirklich schlucken. Das Buch ist brutal und beschönigt nichts. Besonders erschreckend fand ich, welche Macht der Mansour Clan entwickelt und mit welcher Selbstverständlichkeit Gewalt eingesetzt wird. Menschen werden zu Problemen, die beseitigt werden müssen. Regeln gelten plötzlich nicht mehr für alle gleich. Und während man liest, fragt man sich immer wieder, wie so etwas überhaupt möglich sein kann.
Pascal Engmans Schreibstil hat mich dabei komplett überzeugt. Die Szenen sind so direkt und intensiv geschrieben, dass man nicht das Gefühl hat, eine Geschichte aus sicherer Entfernung zu beobachten. Man steht daneben. Manchmal fühlt es sich sogar an, als wäre man selbst mitten in der Situation. Genau dadurch wirkt die Gewalt stellenweise noch heftiger.
Gleichzeitig ist das Buch unglaublich kurzweilig. Trotz der verschiedenen Figuren und Geschichten hatte ich nie das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Im Gegenteil. Nach und nach greifen die einzelnen Schicksale ineinander und ergeben ein immer größeres Bild.
Und dann ist da noch die Gestaltung des Buches. Das Cover und besonders der Buchschnitt sind grandios. Ich liebe Bücher, die auch optisch etwas Besonderes sind, und dieses gehört definitiv dazu.
Nach diesem ersten Band bin ich ziemlich zwiegespalten. Einerseits möchte ich unbedingt wissen, wie es in den nächsten beiden Teilen weitergeht. Andererseits bin ich mir gar nicht sicher, ob ich wirklich wissen möchte, wie viel schlimmer es noch werden kann.
Ein Thriller, der mich nicht nur unterhalten hat. Er hat mich aufgewühlt und mein romantisches Schwedenbild ordentlich durchgeschüttelt. Erschreckend realistisch, teilweise schwer auszuhalten und gerade deshalb so stark.
Für mich ein grandioser Auftakt dieser Trilogie.
Die Geschichte beginnt Anfang der 2000er Jahre und führt mitten hinein in ein Viertel, in dem der Mansour Clan immer mehr Macht gewinnt. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Menschen, deren Leben auf unterschiedliche Weise mit dem Clan verbunden sind. Da ist unter anderem Fatima, die alles dafür tut, ihrem Sohn Josef ein anderes Leben zu ermöglichen. Gleichzeitig erlebt man die jungen Männer der Mansour Familie, die ihren Platz innerhalb des Clans suchen und beweisen wollen, dass sie dazugehören. Und man sieht eine Polizei, die zwar weiß, was passiert, aber diesem immer größer werdenden System aus Gewalt, Angst und Loyalität erschreckend wenig entgegensetzen kann.
Genau diese verschiedenen Blickwinkel fand ich unglaublich stark. Man bekommt nicht einfach nur eine Geschichte über organisierte Kriminalität erzählt. Man sieht, wie dieses System entsteht, wie Menschen hineingezogen werden und wie schwierig es ist, sich daraus zu lösen.
Teilweise musste ich beim Lesen wirklich schlucken. Das Buch ist brutal und beschönigt nichts. Besonders erschreckend fand ich, welche Macht der Mansour Clan entwickelt und mit welcher Selbstverständlichkeit Gewalt eingesetzt wird. Menschen werden zu Problemen, die beseitigt werden müssen. Regeln gelten plötzlich nicht mehr für alle gleich. Und während man liest, fragt man sich immer wieder, wie so etwas überhaupt möglich sein kann.
Pascal Engmans Schreibstil hat mich dabei komplett überzeugt. Die Szenen sind so direkt und intensiv geschrieben, dass man nicht das Gefühl hat, eine Geschichte aus sicherer Entfernung zu beobachten. Man steht daneben. Manchmal fühlt es sich sogar an, als wäre man selbst mitten in der Situation. Genau dadurch wirkt die Gewalt stellenweise noch heftiger.
Gleichzeitig ist das Buch unglaublich kurzweilig. Trotz der verschiedenen Figuren und Geschichten hatte ich nie das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Im Gegenteil. Nach und nach greifen die einzelnen Schicksale ineinander und ergeben ein immer größeres Bild.
Und dann ist da noch die Gestaltung des Buches. Das Cover und besonders der Buchschnitt sind grandios. Ich liebe Bücher, die auch optisch etwas Besonderes sind, und dieses gehört definitiv dazu.
Nach diesem ersten Band bin ich ziemlich zwiegespalten. Einerseits möchte ich unbedingt wissen, wie es in den nächsten beiden Teilen weitergeht. Andererseits bin ich mir gar nicht sicher, ob ich wirklich wissen möchte, wie viel schlimmer es noch werden kann.
Ein Thriller, der mich nicht nur unterhalten hat. Er hat mich aufgewühlt und mein romantisches Schwedenbild ordentlich durchgeschüttelt. Erschreckend realistisch, teilweise schwer auszuhalten und gerade deshalb so stark.
Für mich ein grandioser Auftakt dieser Trilogie.