In Abgründe geschaut

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leseskorpion Avatar

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"Der Clan" erzählt die Geschichte des Mansour-Clans, einer Familie mit iranischen Wurzeln die sich mit Gewalt und jeder Menge krimineller Energie in einem Stadtteil Stockholms einen Herrschaftsbereich erkämpft hat und behauptet. Genauso erzählt es die Geschichte zweier Freunde, Josef und Omar, anständige Jungs denen man keine andere Chance lässt, als mit diesem krriminellen Clan gemeinsame Sache zu machen.

Der Schreibstil ist unspektakulär und sachlich, liest sich teilweise fast wie ein einfacher Bericht. Es ist auch nicht notwendig, hier in reißerischer Art zu schreiben, denn das Thema und die Vorgehensweisen der Clan-Mitglieder sorgt schon alleine für die notwendige Spannung und blutig genug ist die Geschichte auch.

Dieses Buch hat mich auch nach Beenden der Lektüre sehr beschäftigt. Besonders der Umgang mit den weiblichen Familienmitgliedern hat mich empört und erschüttert. Auch dass die Polizei teilweise wirklich hilflos ist gegenüber den Machenschaften dieser kriminellen Familien wo jeder jeden deckt erschreckt mich sehr, ist es doch in der Realität nicht anders. Gerade diese Nähe zur Realität ist es, die mich so sehr beschäftigt hat. In deutschen Großstädten ist es ja leider nicht anders.
Mein Fazit: Ein fesselndes Buch mit riesigem Realitätsbezug, das erschüttert und Augen öffnet. Für ängstliche Leute ist es vielleicht nicht ganz so gut geeignet. Es ist aber auf jeden Fall lesenswert.