realistisch, hart und gesellschaftskritisch
In einem Vorort von Stockholm hat der Clan der Familie Mansour das Sagen – man kontrolliert Geschäfte, Straßen und die Einwohner. Polizist Hjalmar sieht welchen Einfluss der Clan in seiner Stadt schon hat. Josef lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter Fatima in eher ärmlichen Verhältnissen in einem vom Clan kontrollierten Wohnblock. Während seine Mutter schon durch die Trennung vom Kindsvater versucht ihn vom kriminellen Leben fernzuhalten, gerät er dennoch ins Netz des Clans. Und dann ist da noch Antonia, am selben Tag geboren wie Josef, aber in reichern Verhältnissen. Doch auf Grund ihrer Mutter, die auf Äußerlichkeiten bedacht ist, hat auch sie es nicht leicht und auch sie möchte dem Ort entkommen. Wie schafft man es gegen den Clan anzukommen?
Eines vorneweg, so schön das Buch auch gestaltet ist, ist es dennoch keine einfache Kost. Das Buch ist umfangreich und versucht viele Themen zu verpacken – neben der Clanthematik, die zeigt, wie rasch so manche staatliche Struktur unterwandert ist und wie schwer es ist gegen solche Strukturen vorzugehen. Es zeigt, wie leicht man in diese Strukturen gezogen wird. Auch der Umgang mit Frauen – der nicht gerade freundlich ist-, Mobbing, Anpassungsdruck und Stalking werden verarbeitet. Also wie ich finde doch sehr viel für ein Buch, und weit mehr als ein Thriller – ja eher ein kritischer Gesellschaftsroman.
Der Schreibstil ist ungeschönt, rasant und klar. Häufig kommt es zu Szenen- und Perspektivenwechseln: man folgt Josef, Antonia und dem Polizisten Hjalmar. All dieses erlaubt einen tiefen Einblick und ein durchwegs hohes Tempo, erfordert aber durch die zusätzlichen Charaktere, die jeweils präsentiert werden, durchwegs Konzentration. So manche Gewaltszene wird sehr ungeschönt präsentiert.
Gelungen und glaubhaft fand ich die gewählten Charaktere, präsentieren sie doch mit ihren unterschiedlichen Positionen auch verschiedene Blickwinkel. Sie agieren für ihren Charakter glaubwürdig und erscheinen nicht platt nichts ist rein schwarz oder weiß. Man spürt den Zwiespalt Loyalität, Herkunft und der Wunsch dazuzugehören im Vergleich zu Angst und dem Wunsch sich aus solchen Strukturen zu lösen.
Ein Buch, das die Bandenproblematik und andere gesellschaftlich relevante Themen gut einfängt. Ich bin gespannt, wie die weiteren Bände der Reihe sein werden.
Eines vorneweg, so schön das Buch auch gestaltet ist, ist es dennoch keine einfache Kost. Das Buch ist umfangreich und versucht viele Themen zu verpacken – neben der Clanthematik, die zeigt, wie rasch so manche staatliche Struktur unterwandert ist und wie schwer es ist gegen solche Strukturen vorzugehen. Es zeigt, wie leicht man in diese Strukturen gezogen wird. Auch der Umgang mit Frauen – der nicht gerade freundlich ist-, Mobbing, Anpassungsdruck und Stalking werden verarbeitet. Also wie ich finde doch sehr viel für ein Buch, und weit mehr als ein Thriller – ja eher ein kritischer Gesellschaftsroman.
Der Schreibstil ist ungeschönt, rasant und klar. Häufig kommt es zu Szenen- und Perspektivenwechseln: man folgt Josef, Antonia und dem Polizisten Hjalmar. All dieses erlaubt einen tiefen Einblick und ein durchwegs hohes Tempo, erfordert aber durch die zusätzlichen Charaktere, die jeweils präsentiert werden, durchwegs Konzentration. So manche Gewaltszene wird sehr ungeschönt präsentiert.
Gelungen und glaubhaft fand ich die gewählten Charaktere, präsentieren sie doch mit ihren unterschiedlichen Positionen auch verschiedene Blickwinkel. Sie agieren für ihren Charakter glaubwürdig und erscheinen nicht platt nichts ist rein schwarz oder weiß. Man spürt den Zwiespalt Loyalität, Herkunft und der Wunsch dazuzugehören im Vergleich zu Angst und dem Wunsch sich aus solchen Strukturen zu lösen.
Ein Buch, das die Bandenproblematik und andere gesellschaftlich relevante Themen gut einfängt. Ich bin gespannt, wie die weiteren Bände der Reihe sein werden.