Thriller oder Realität - brutal und gnadenlos
In Der Clan - Die Straße beschreibt Pascal Engman schonungslos die brutale Realität im und um das Clan-Milieu. Im ersten Teil der Trilogie lernen wir die Hauptcharaktere Josef und Antonia, kennen, zudem Zara, das Nesthäkchen der Clanfamilie und den Polizisten Hjalmar.
Die Geschichte beginnt mit der Geburt von Josef und Antonia, "der fröhlichsten Tochter der Welt" am 1. September 1997 in einem Krankenhaus und endet in Teil 1 der Trilogie im Dezember 2016. Der Leser erfährt von der Entstehung und der Entwicklung des Clanmilieus am Beispiel der Familie Mansour. Dabei beschönigt der Autor nicht, sondern stellt die brutale Realität gnadenlos dar. Gekonnt lässt er dabei auch menschliche Züge des Clanmilieus einfließen. Auch die Clanmitglieder sind nicht davor gefeit zu erkennen, dass eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt wird, bedingt dadurch, dass die jüngere Nachfolgegeneration bestehende Regeln nicht einhält und ihre eigenen Gesetze aufstellt.Die Erzählung zeigt auf, wie schnell und ungeplant man in das Visier solcher Kartelle geraten kann und wie schwer es ist, diesen Strukturen zu entfliehen.Besonders gefallen mir die verschiedenen Charaktere, aus deren Perspektive erzählt und berichtet wird und wie individuell jede dieser Figuren ist. Josef, der bei seiner alleinerziehenden Mutter in ärmlichen Verhältnissen aufwächst und sich fragt, wo denn all die Väter dieser Kinder sind, die hier allein mit ihren Müttern leben. Antonia, die ein eigentlich wohl behütetes Elternhaus hat, aber in der Schule gemobbt und gestalkt wird. Zara, das Nesthäkchen der Clanfamilie, die mit der erbitterten Realität der Rolle der Frau konfrontiert wird. Hjalmar, der Polizist, der die Entwicklung und Auswirkungen der fortschreitenden Clanmimilieus am eigenen Leib erlebt. Ausgesprochen gut gelungen finde ich dabei, wie der Autor die Handlungen miteinander verbindet und sich die Wege der Pratogonisten kreuzen. Er zeigt die Wünsche und Träume der Jugendlichen auf, wie sie für dieses Alter typisch sind und diese bilden einen starken Kontrast zum brutalen Alltag, in dem wir uns als Leser bewegen. Selbst wenn manche Figuren anfangs sympathisch wirkten, konnte ich zwischenzeitlich einen extremen Hass auf sie entwickeln - und hatte dennoch Verständnis. Der Autor schafft es hervorragend diese ambivalenten Gefühle darzustellen.Die gesamte Stimmung ist einerseits geprägt von Misstrauen und Angst, während anderseits die Aspekte von Vertrauen und Liebe in den Vordergrund rücken.
Dem Leser wird ordentlich etwas zugemutet, er muss aushalten können. Er bleibt - wie die Polizei - oftmals fassungs- und sprachlos zurück. Das Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht wird für den Leser greifbar.Wer dieses Buch lesen möchte, sollte mit der Erniedrigung von Frauen und mit brutalen Gewaltszenen umgehen können. Allein anhand des Titels und Themas hatte ich mich darauf eingestellt, sodass ich keine unliebsamen Überraschungen erleben musste. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung, weiß aber, dass mir dies wieder einiges abverlangen wird, denn ich werde wohl weiter in den Strudel des Clans hineingezogen werden. Ich bin ganz gespannt, wie sich die einzelnen Charaktere weiterentwickeln werden, welche Wege werden sich wie kreuzen, wer stirbt, wer überlebt in dieser brutalen Welt? Ganz besonders konnte mich Pascal Engman mit dem Ende des ersten Teils packen, dass für mich zentrale Fragen aufwirft und die ich nun unbedingt beantwortet haben möchte!
Die Geschichte beginnt mit der Geburt von Josef und Antonia, "der fröhlichsten Tochter der Welt" am 1. September 1997 in einem Krankenhaus und endet in Teil 1 der Trilogie im Dezember 2016. Der Leser erfährt von der Entstehung und der Entwicklung des Clanmilieus am Beispiel der Familie Mansour. Dabei beschönigt der Autor nicht, sondern stellt die brutale Realität gnadenlos dar. Gekonnt lässt er dabei auch menschliche Züge des Clanmilieus einfließen. Auch die Clanmitglieder sind nicht davor gefeit zu erkennen, dass eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt wird, bedingt dadurch, dass die jüngere Nachfolgegeneration bestehende Regeln nicht einhält und ihre eigenen Gesetze aufstellt.Die Erzählung zeigt auf, wie schnell und ungeplant man in das Visier solcher Kartelle geraten kann und wie schwer es ist, diesen Strukturen zu entfliehen.Besonders gefallen mir die verschiedenen Charaktere, aus deren Perspektive erzählt und berichtet wird und wie individuell jede dieser Figuren ist. Josef, der bei seiner alleinerziehenden Mutter in ärmlichen Verhältnissen aufwächst und sich fragt, wo denn all die Väter dieser Kinder sind, die hier allein mit ihren Müttern leben. Antonia, die ein eigentlich wohl behütetes Elternhaus hat, aber in der Schule gemobbt und gestalkt wird. Zara, das Nesthäkchen der Clanfamilie, die mit der erbitterten Realität der Rolle der Frau konfrontiert wird. Hjalmar, der Polizist, der die Entwicklung und Auswirkungen der fortschreitenden Clanmimilieus am eigenen Leib erlebt. Ausgesprochen gut gelungen finde ich dabei, wie der Autor die Handlungen miteinander verbindet und sich die Wege der Pratogonisten kreuzen. Er zeigt die Wünsche und Träume der Jugendlichen auf, wie sie für dieses Alter typisch sind und diese bilden einen starken Kontrast zum brutalen Alltag, in dem wir uns als Leser bewegen. Selbst wenn manche Figuren anfangs sympathisch wirkten, konnte ich zwischenzeitlich einen extremen Hass auf sie entwickeln - und hatte dennoch Verständnis. Der Autor schafft es hervorragend diese ambivalenten Gefühle darzustellen.Die gesamte Stimmung ist einerseits geprägt von Misstrauen und Angst, während anderseits die Aspekte von Vertrauen und Liebe in den Vordergrund rücken.
Dem Leser wird ordentlich etwas zugemutet, er muss aushalten können. Er bleibt - wie die Polizei - oftmals fassungs- und sprachlos zurück. Das Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht wird für den Leser greifbar.Wer dieses Buch lesen möchte, sollte mit der Erniedrigung von Frauen und mit brutalen Gewaltszenen umgehen können. Allein anhand des Titels und Themas hatte ich mich darauf eingestellt, sodass ich keine unliebsamen Überraschungen erleben musste. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung, weiß aber, dass mir dies wieder einiges abverlangen wird, denn ich werde wohl weiter in den Strudel des Clans hineingezogen werden. Ich bin ganz gespannt, wie sich die einzelnen Charaktere weiterentwickeln werden, welche Wege werden sich wie kreuzen, wer stirbt, wer überlebt in dieser brutalen Welt? Ganz besonders konnte mich Pascal Engman mit dem Ende des ersten Teils packen, dass für mich zentrale Fragen aufwirft und die ich nun unbedingt beantwortet haben möchte!