Wo ist die Grenze zwischen Fiktion und Realität?
Das Cover und der schlichte Titel haben mich sofort gepackt. Pascal Engman schildert den schwierigen Alltag junger Menschen in einem Umfeld, dass durch Vorurteile, Clankriminalität und Hilflosigkeit geprägt ist. Josef wächst ohne Vater auf, weil seine Mutter entschieden hat, ihn so gut wie möglich aus dem kriminellen Umfeld heraus zu halten. Weil er ihr bei ihren finanziellen Problemen helfen will, landet er aber trotzdem rasch in der gefährlichen Welt der Clans. Die Töchter der Clanchefs haben in der von Männern dominierten Welt keine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben, die Polizei ist nahezu machtlos gegenüber den weit verzweigten Netzen der Clans. Der Autor lässt den Leser am Leben einiger Jugendlicher teilhaben, zeigt in erschreckender Weise, dass sie kaum eine Chance haben, ihrem Schicksal zu entgehen. Ich habe mich gefragt, wo die Grenze zwischen Fiktion und Realität verläuft. Sind die Clans wirklich so mächtig und gibt es bald kein Entrinnen mehr? Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen, obwohl es mir Angst macht.