Zwischen Familie, Loyalität und einem immer mächtiger werdenden Clan
Mit „Der Clan – Die Straße“ von Pascal Engman habe ich einen Roman gelesen, der sich deutlich von einem klassischen Thriller unterscheidet. Statt eines einzelnen Falls begleitet man über mehrere Jahre verschiedene Menschen, deren Leben immer stärker miteinander verbunden werden. Gerade diese langfristige Entwicklung hat die Geschichte für mich unglaublich spannend gemacht.
Im Zentrum steht unter anderem Josef, der als Sohn von Fatima aufwächst und zunehmend in den Einflussbereich des Mansour-Clans gerät. Dabei fand ich besonders gelungen, dass seine Entwicklung nicht einfach in Schwarz und Weiß erzählt wird. Man erlebt seine Entscheidungen, seine Loyalitätskonflikte und gleichzeitig immer wieder den Wunsch nach einem anderen Leben. Dadurch wurde Josef für mich zu einer der interessantesten Figuren des Romans.
Parallel dazu lernen wir Hjalmar kennen, dessen Weg ihn zur Polizei und schließlich immer näher an den Mansour-Clan führt. Seine Perspektive bildet einen spannenden Gegenpol zu Josefs Geschichte. Dazu kommt Antonia, deren zunächst vollkommen anderes Leben sich ebenfalls über Jahre hinweg verändert. Anfangs musste ich mich bei den vielen Figuren, Zeitsprüngen und unterschiedlichen Handlungssträngen etwas orientieren, mit der Zeit greifen diese aber immer stärker ineinander.
Besonders beeindruckt hat mich die Entwicklung über die Jahre. Die Handlung beginnt bereits 1997 und springt anschließend durch verschiedene Zeitabschnitte. Zwischen den Teilen wird immer wieder gezeigt, wie sich die Zahl der tödlichen Schusswaffenvorfälle im kriminellen Milieu verändert. Dadurch bekommt man das Gefühl, nicht nur einzelne Schicksale zu verfolgen, sondern mitzuerleben, wie sich ein kriminelles Netzwerk und sein Umfeld über Jahre hinweg entwickeln.
Pascal Engman erzählt dabei teilweise ziemlich schonungslos. Drogen, Gewalt, Macht, familiäre Abhängigkeiten und Kriminalität gehören ebenso zur Geschichte wie Liebe, Freundschaft und der Wunsch, aus einem einmal eingeschlagenen Weg wieder auszubrechen. Gerade diese menschliche Seite hat mir gefallen. Selbst bei Figuren, deren Entscheidungen ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte, wollte ich wissen, wohin ihr Weg führt.
Im letzten Teil ziehen sich die verschiedenen Fäden immer enger zusammen. Besonders Josefs Entwicklung hat mich dabei beschäftigt, weil immer deutlicher wird, wie schwer es ist, sich aus einem solchen Umfeld wieder zu lösen. Gleichzeitig gewinnt auch Hjalmars Arbeit gegen den Clan zunehmend an Bedeutung. Ohne das Ende vorwegzunehmen, bleibt nach der letzten Seite definitiv das Gefühl zurück, dass diese Geschichte noch längst nicht abgeschlossen ist.
„Der Clan – Die Straße“ ist für mich ein düsterer, umfangreicher und stellenweise erschreckend intensiver Auftakt, der weniger durch permanente Action als durch seine Figuren und deren Entwicklungen über viele Jahre überzeugt. Gerade die Mischung aus Familiengeschichte, organisiertem Verbrechen und Polizeiarbeit hat für mich sehr gut funktioniert. Auf die Fortsetzung bin ich definitiv gespannt.
Im Zentrum steht unter anderem Josef, der als Sohn von Fatima aufwächst und zunehmend in den Einflussbereich des Mansour-Clans gerät. Dabei fand ich besonders gelungen, dass seine Entwicklung nicht einfach in Schwarz und Weiß erzählt wird. Man erlebt seine Entscheidungen, seine Loyalitätskonflikte und gleichzeitig immer wieder den Wunsch nach einem anderen Leben. Dadurch wurde Josef für mich zu einer der interessantesten Figuren des Romans.
Parallel dazu lernen wir Hjalmar kennen, dessen Weg ihn zur Polizei und schließlich immer näher an den Mansour-Clan führt. Seine Perspektive bildet einen spannenden Gegenpol zu Josefs Geschichte. Dazu kommt Antonia, deren zunächst vollkommen anderes Leben sich ebenfalls über Jahre hinweg verändert. Anfangs musste ich mich bei den vielen Figuren, Zeitsprüngen und unterschiedlichen Handlungssträngen etwas orientieren, mit der Zeit greifen diese aber immer stärker ineinander.
Besonders beeindruckt hat mich die Entwicklung über die Jahre. Die Handlung beginnt bereits 1997 und springt anschließend durch verschiedene Zeitabschnitte. Zwischen den Teilen wird immer wieder gezeigt, wie sich die Zahl der tödlichen Schusswaffenvorfälle im kriminellen Milieu verändert. Dadurch bekommt man das Gefühl, nicht nur einzelne Schicksale zu verfolgen, sondern mitzuerleben, wie sich ein kriminelles Netzwerk und sein Umfeld über Jahre hinweg entwickeln.
Pascal Engman erzählt dabei teilweise ziemlich schonungslos. Drogen, Gewalt, Macht, familiäre Abhängigkeiten und Kriminalität gehören ebenso zur Geschichte wie Liebe, Freundschaft und der Wunsch, aus einem einmal eingeschlagenen Weg wieder auszubrechen. Gerade diese menschliche Seite hat mir gefallen. Selbst bei Figuren, deren Entscheidungen ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte, wollte ich wissen, wohin ihr Weg führt.
Im letzten Teil ziehen sich die verschiedenen Fäden immer enger zusammen. Besonders Josefs Entwicklung hat mich dabei beschäftigt, weil immer deutlicher wird, wie schwer es ist, sich aus einem solchen Umfeld wieder zu lösen. Gleichzeitig gewinnt auch Hjalmars Arbeit gegen den Clan zunehmend an Bedeutung. Ohne das Ende vorwegzunehmen, bleibt nach der letzten Seite definitiv das Gefühl zurück, dass diese Geschichte noch längst nicht abgeschlossen ist.
„Der Clan – Die Straße“ ist für mich ein düsterer, umfangreicher und stellenweise erschreckend intensiver Auftakt, der weniger durch permanente Action als durch seine Figuren und deren Entwicklungen über viele Jahre überzeugt. Gerade die Mischung aus Familiengeschichte, organisiertem Verbrechen und Polizeiarbeit hat für mich sehr gut funktioniert. Auf die Fortsetzung bin ich definitiv gespannt.