Das starke, weibliche Geschlecht.

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annetttaube Avatar

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Zuerst fesselte mich schon der Klappentext, dann die Leseprobe, nun auch das gesamte Buch. Die Autorin Kathryn Stocket hat ein atmosphärisch dichtes Werk geschaffen, in welches man beim Lesen quasi hinein gezogen wird.

Vier Frauen und ein Waisenmädchen, treffen aufeinander. Fünf unterschiedliche Charaktere, fünf ganz eigene Schicksale und doch werden sie miteinander verwoben. Mehr oder (oft auch) weniger freiwillig.

Die 30er Jahre in Mississippi sind durch Weltwirtschaftskrise und Prohibition geprägt von großenteils tiefster Armut. Arbeitslosigkeit lässt Menschen gar hungern. Frauen trifft es noch härter, weil sie einfach nicht die Rechte der Männer haben.

Doch diese fünf starken weiblichen Protagonistinnen wollen dies nicht duldsam hinnehmen. Erkämpfen sich ihre Rechte, ihr Überleben. Feminismus in reinster und stärkster Form, da aus der Not geboren.

Die Charaktere nimmt man gleich an, weil sie so real und glaubhaft dargestellt sind. Die ganze Geschichte ist es. Sie fängt den damaligen Zeitgeist, die Gesellschaft von damals wunderbar ein. Das Setting tut sein Übriges dazu.

Das Titelbild ist ok. Jedoch, vielleicht hätte dem Buch eine etwas weniger neutrale Cover-Illustration besser getan. Etwas das den Südstaatenflair besser eingefangen hätte. Doch auf den Inhalt kommt es an und den mochte ich sehr.

Alles in allem ein tolles Kopfkino für Leute die sich nicht vor dicken Büchern scheuen. Absolute Leseempfehlung.