Mississippi 1933

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Mississippi 1933

Inmitten der Wirtschaftskrise kreuzen sich die Wege dreier Frauen in einer Kleinstadt in Mississippi.
Die elfjährige Meg hat die letzten zwei Jahre in einem Waisenhaus verbracht, wo sie von der Leiterin nur gegängelt wurde. Dort taucht eines Tages Birdie auf, die mit ihr spricht, ihr Biskuits mitbringt und sich um sie kümmert.
Birdie ist in der Stadt bei ihrer Schwester, weil sie diese um Geld für ihre Mutter und Oma bitten will. Durch die Wirtschaftskrise sind die Umstände sehr schlecht und bald wird klar, dass man selber an Geld kommen muss, sonst wird es keines geben. Als Charlie, Meg’s Mutter, auftaucht und ihre Tochter zurückholen will, entwickeln sie und Birdie gemeinsam einen Plan.

Kathryn Stockett hat einen wunderbaren Roman geschrieben, der einen in das Mississippi des Jahres 1933 versetzt. Eine Zeit, in der Zwangssterilisationen an Frauen per Gesetz möglich sind, strenge Rassentrennung Vorschrift ist, Homosexualität als Krankheit beschrieben wird und der Staat tief in einer Wirtschaftskrise steckt.
Gebannt folgt man der Geschichte, will unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Wird Birdie genug Geld zusammenbekommen, um ihre Familie vor der Zwangsversteigerung des Hauses zu bewahren? Wird Charlie ihre Tochter wieder bekommen und wird Meg glücklich werden?
Kathryn Stockett beschreibt mit einem unglaublichen Feingefühl die verschiedenen Charaktere, die wirtschaftliche Lage zu der damaligen Zeit und die bigotte, rassistische Einstellung der Bevölkerung, sodass man alles selbst zu erleben meint. Man fliegt durch die Seiten, genießt die wunderbare Sprache und ist gebannt von der Geschichte.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und empfehle es allen weiter, die gerne Gesellschaftsromane lesen, die einen in eine andere Zeit eintauchen lassen.