Pageturner

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elenanett Avatar

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Die Handlung spielt im Jahr 1933 in Oxford, Mississippi, zur Zeit der Prohibition und der Weltwirtschaftskrise. Schon von Anfang an wird deutlich, wie sehr Geldsorgen und äußere Zwänge das Leben der Menschen bestimmen. Viele kämpfen schlicht ums Überleben – und genau das prägt auch die Figuren dieser Geschichte. Im Mittelpunkt stehen Birdie, Frances, Mrs. Tartt, Charlie und die elfjährige Meg, die in einem Waisenhaus lebt. Jede dieser Figuren versucht auf ihre Weise das eigene Leben in die Hand zu nehmen und einen Weg in die Zukunft zu finden. Sie wirken dabei sehr echt und greifbar, mit all ihren Schwächen und Hoffnungen. Die Geschichte entfaltet sich nach und nach und der Titel des Buches bekommt im Verlauf immer mehr Bedeutung, was dem Ganzen eine zusätzliche Tiefe gibt. Themen wie Trauer, Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt zwischen Frauen, Identität und Mut finden dort ausreichend Platz. Das Buch löst nachdenkliche Momente aus, aber auch solche, die sofort berühren. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, das Tempo ist angenehm, und die Welt wird lebendig beschrieben. Ich habe dieses Buch trotz seiner Länge zügig und sehr gern gelesen. Das Ende fand ich besonders gelungen – es ist bewegend und fühlt sich logisch an. Für mich ist dieser Roman eine klare Empfehlung.