So viele tolle Frauengestalten

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mammutkeks Avatar

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„Der Club der Unbeugsamen“ von Kathryn Stockett hat mir eine neue Autorin nähergebracht, von der ich mehr lesen möchte. Der Roman lebt vor allem von seinen eindrucksvollen Frauenfiguren und seiner empathischen Beschreibung. Ort der Handlung ist die Kleinstadt Oxford in Mississippi in den 1930er Jahren. Unsicherheit und Armut durch die Folgen der Weltwirtschaftskrise sind vorherrschend, aber auch religiöser Kleingeist und eine männlich dominierte Gesellschaft prägen die Stimmung.
Dagegen lehnen sich einige der dargestellten Frauen auf – sie verstoßen gegen vielerlei Konventionen, um sich und ihren Lieben ein Überleben und Leben zu ermöglichen. Die Lösung, die sie schlussendlich für den Großteil ihrer Probleme finden, mag nicht unbedingt jeder und jedem gefallen – aber sie ist im Sinne des Romans tragbar.
Besonders gefallen hat mir Birdie, die eigentlich ganz glücklich mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf lebt. Als sie zu ihrer kleinen Schwester reisen muss, um diese, die offenbar gut und finanziell abgesichert verheiratet ist, um Geld zu bitten, gerät sie in einen Strudel an Ereignissen, der sie immer wieder vor Hürden stellt, sie immer wieder dazu zwingt, auch Dinge zu tun, von denen sie vorher nicht einmal ansatzweise daran dachte, dass sie überhaupt möglich sind.
Und doch bleibt sie sich und ihren Prinzipien treu – auch wenn diese nicht selten bis an ihre Grenzen ausgeweitet werden. Das Ziel des Überlebens steht im Mittelpunkt.
Doch auch die anderen Frauenfiguren sind auf ihre Weise stark und geben alles, um die – so unterschiedlichen – Ziele zu erreichen.
Begriffe, die mir für „Der Club der Unbeugsamen“ einfallen, sind Hoffnung, Mut, Witz, Kreativität, Kampf gegen Ungerechtigkeit und Frömmelei – und allem voran: Freundschaft.
Ein dickes Buch, das aber leicht geschrieben ist und Spaß macht zu lesen. Frauenfiguren, mit denen frau sich identifizieren kann, die stark sind, auch wenn die (männliche und christliche) Umwelt sie klein halten möchte. Durch die Vielzahl an unterschiedlichen Lebenswegen und -perspektiven ergibt sich eine Vielschichtigkeit, die zum Denken und Handeln anregt.
Für mich eine klare Leseempfehlung!