Was fürs Herz

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griseldis2000 Avatar

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Wie schon in ihrem ersten Roman „The Help“, mit dem sie einen Bestseller landete, thematisiert Kathryn Stockett auch hier unterdrückte Frauen, die es trotz aller Widrigkeiten schaffen, ihren Weg zu gehen. Birdie Calhoun ist mit einem scharfen Verstand gesegnet, aber in Zeiten der Weltwirtschaftskrise im Süden Amerikas 1930 leider bitterarm. Sie soll auf Wunsch ihrer Mutter und Großmutter ihre Schwester Frances, die reich geheiratet hat, aber nichts mehr von der Familie wissen will, um Geld bitten. Bei ihrer Ankunft stellt sie fest, dass das Leben ihrer Schwester am Abgrund steht. Ehemann weg, Geld weg, Pfändung und der totale Imageverlust drohen. Da ergreift Birdie die Initiative. Zusammen mit einer erlesenen Auswahl an tatkräftigen Huren will sie in vier Wochen mit einem „Tanzclub“ genügend Dollars erwirtschaften, um alles zu retten. Unter anderem auch das clevere Waisenmädchen Meg, das von der furchterregend bigotten Heimleiterin Garnett verfolgt wird.
Der Roman mit seinen 848 Seiten liest sich wie im Fluge. Erfrischende Dialoge, originelle Persönlichkeiten und jede Menge Schrecken der „guten alten Zeiten“, wie Homophobie, Rassendiskriminierung, Doppelmoral und Misogynie sorgen für Lesevergnügen, Spannung und auch für Tiefgang. Mir hat das gut gefallen.
Ein schöner Schmöker.