Der Club und der Bunker

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Der Donnerstagsmordclub bestehend aus Ron, Ibrahim und Joyce macht sich Sorgen um ihr viertes Mitglied, Elizabeth. Elizabeth hat einen schweren Verlust erlitten, ihr Mann Steven ist gestorben und seitdem hat sie sich ein wenig selbst verloren, von ihrem Tatendrang und ihrer Bissigkeit fehlt jede Spur. Joyce kann sich damit ablenken, dass sie die Hochzeit ihrer Tochter plant, auch wenn diese das gar nicht wünscht. Ibrahim versucht immer noch Donna die Verbrecherin zu therapieren und schlägt ihr ein Mentorenprogramm vor und Donna stimmt begeistert zu. Doch beide haben völlig andere Vorstellungen wie ein solches Programm aussieht. Ron wird unfreiwillig abgelenkt von der Trennung seiner Tochter von ihrem Ehemann, gut den mochte Ron eh nicht, aber irgendwie ist da was merkwürdig. Denn sein Enkelsohn wohnt auf einmal bei seinem Sohn und die Tochter und Mutter ist verschwunden. Ron ahnt Schlimmes. Die Hochzeit von Joyce Tochter bringt die Vier und ihren Club jedoch wieder zusammen, denn ein Gast wendet sich Hilfe suchend an Elizabeth, denn dieser fürchtet um sein Leben. Eine Bombe unter seinem Auto bringt ihn zu dieser Erkenntnis und Elizabeth Spürsinn erwacht und mit ihm kehrt der Lebenshunger zurück.

Der fünfte Teil der Serie ist zugleich mein erster Teil, der Einstieg fiel mir jedoch leicht, da ich kurz vorher die Verfilmung des ersten Buches gesehen habe. So waren mir die Charaktere noch sehr vertraut. Richard Osman hat mit seinem Donnerstagsmordclub eine liebenswürdige Truppe von Senioren zusammengestellt, die einem irgendwie gleich ans Herz wachsen. Ein wenig undurchsichtig waren mir die anscheinend privaten Verbindungen zur Polizei und teilweise auch zur Unterwelt, da der Fall jedoch in sich abgeschlossen ist, konnte ich der Story trotzdem gut folgen. Diese ist spannend aufgebaut mit unvorhersehbaren Wendungen, unterbrochen von Einblicken in den Lebensalltag der Vier und gewürzt mit dem für mich typisch englischem Humor. Zum Ende hin wird es diesbezüglich etwas zu gefühlsduselig, jedoch habe ich mich immer gut unterhalten gefühlt.