Spannende Geschichte, die Lust auf Me(e)hr macht
Leider habe ich bisher noch kein Buch der Autorin Gabriella Engelmann gelesen, obwohl ich mir das immer schon einmal vorgenommen hatte. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass heute nun mit "Der Duft des Strandhafers" als Leeprobe angeboten wurde. Die Geschichte ist etwas verschachtelt, und kurz hatte ich die Befürchtung, dass man Band 1 dazu hätte vorher lesen müssen, dies hat sich dann aber nicht bestätigt. Ich konnte mich gut in den Roman einfinden. Das Buch scheint auf den ersten Blick ist ein eher ruhiger, gefühlvoller zu sein. Die Leseprobe bewegt sich dabei auf zwei Zeitebenen. Die Journalistin Anna kommt für eine Recherche 6 Monate auf die Insel Sylt, besucht die 85-jährige Bücherfrau Fenja. Anna arbeitet an einem Buch über Fenjas Leben, in der es noch ein ungeklärtes Geheimnis gibt. Fenjas zwei Jahre ältere Schwester Martje ist nämlich (immer noch) verschollen, und zur Vollendung des Buchprojektes fehlt noch dieses eine Puzzleteil. Die Geschichte klingt interessant, ist ruhig geschrieben und dennoch spannend. Der Schreibstil ist sehr präzise, sehr eindringlich und atmosphärisch wird die Umgebung rund um List/Sylt beschrieben. Das hat in mir sofort die Lust auf Me(e)hr verstärkt, die bereits durch das wunderschöne Buchcover sofort angeknipst war. Gerne würde ich die Geschichte zuende lesen, ich wäre gespannt, wie die Buchautorin diese weiterentwickelt und zu Papier bringt, noch habe ich keine endgültige Vorstellung davon.